Wer Schäden auf Spielplätzen der Stadt Trossingen bemerkt, kann dies jetzt bequem per Smartphone melden. Entsprechende Schilder mit QR-Codes hat der Bauhof angebracht. Wie es funktioniert und warum es so gemacht wird, erklärt die Stadtsprecherin.
Der Bauhof fährt die städtischen Spielplätze in Trossingen regelmäßig ab und sorgt für Abhilfe bei Schäden, schildert Pressesprecherin Sabine Felker-Henn die Arbeitsabläufe in diesem Bereich. „Früher haben sich die Leute bei Mängeln telefonisch gemeldet, heute posten sie das in den Sozialen Medien.“
Darauf reagiert jetzt die Stadtverwaltung mit neu angebrachten Schildern an den Spielplätzen, auf denen ein QR-Code abgebildet ist. Den kann man per Smartphone abfotografieren und wird so direkt an die richtige Stelle zwecks Mängelmeldung geleitet.
„Über die Sozialen Medien wird bei Beschwerden der Eindruck vermittelt, die Stadt kümmere sich nicht. Dabei hat sich bei uns niemand gemeldet, und wir wissen dann nichts davon“, sagt Sabine Felker-Henn.
„Richtige Wunderheiler“
In Trossingen-Stadt gibt es acht Spielplätze in städtischer Regie, in Schura sind es drei, für deren Instandhaltung und Pflege die Ortsverwaltung verantwortlich zeichnet. „Beim Bauhof haben wir richtige ’Wunderheiler’, was die Instandsetzung von Spielgeräten und -anlagen angeht“, so die Pressesprecherin. Aber die Mitarbeiter könnten nicht überall gleichzeitig sein. „Der Bauhof kümmert sich mit Herzblut um die Anlagen.“ Bei der Reparatur gehe man nach Prioritäten vor: Ist Gefahr im Verzug oder handelt es sich „nur“ um leichte Beschädigungen, ist hier die Richtschnur. Die acht Spielplätze in Trossingen selber seien relativ gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt. Der größte Spielplatz befinde sich am Freizeitgelände Gauger.
Es wird nicht nur repariert
Es wird nicht nur repariert, sondern auch modernisiert. „Jedes zweite Jahr investieren wir in eine größere Anschaffung auf einem der Plätze“, beschreibt Sabine Felker-Henn die Vorgehensweise. Spielplätze und deren zeitgemäßer Zustand seien wichtig für Familien, weil hier Freizeitmöglichkeiten geboten sind, die nichts kosten. Im vergangenen Jahr fand eine Bürgerbeteiligung unter dem Motto „Ich red’ mit“ zum Thema Spielplätze statt. Dabei seien Kinder und Erwachsene getrennt befragt worden. Als sehr beliebt habe sich dabei der Spielplatz an der Rottweiler Straße erwiesen.
Alle Wünsche in diesem Bereich könne die Stadt allerdings nicht erfüllen. Beispielsweise komme ab und zu der Vorschlag, auf Spielplätzen eine Wasserzufuhr zu ermöglichen. Das sei allerdings zu teuer, weil die dafür nötigen Zuleitungen nicht vorhanden sind und erst kostspielig geschaffen werden müssten. Das überschreite das Budget. „Wenn ein Gerät auf einem Spielplatz fehlt, heißt das in der Regel, das es ausgebessert und danach wieder aufgestellt wird“, erläutert Felker-Henn mit Blick auf entsprechende Beschwerden.
Geliebter „Pilz“
Einige Spielplätze kennen Eltern noch aus ihrer Kindheit. Auf dem an der Langwiesenstraße sticht ein Gerät ins Auge, das mit dem roten Dach und weißen Flecken an einen überdimensionalen Pilz erinnert. „Das Gerät sollte altershalber weg, aber da war der Widerstand groß, weil Kindheitserinnerungen daran hingen. Darum wurde er vom Bauhof wieder renoviert“, sagt Sabine Felker-Henn. Die Stadt achte darauf, dass es nicht an allen Spielplätzen das Gleiche gebe, sondern für Abwechslung gesorgt sei. Teilweise verändere sich ein Spielplatz in einem Wohngebiet mit dem Alter der dort lebenden Kinder. Absichtlich würden nur sehr selten Schäden auf Spielplätzen angerichtet.
Die städtische Pressesprecherin verweist auf den „Tag der Werte“, an dem Trossingens Patenkompanie der Bundeswehr und ehrenamtliche Helfer sich für die Erneuerung von Geräten auf Spielplätzen eingebracht hätten. „Orte, an denen Kinder sich bewegen und austoben können und dafür kein Geld bezahlen müssen, sind wichtig“, weiß Sabine Felker-Henn.