Im April soll der sechste Bauabschnitt der Sanierung Bueloch begonnen werden. Der Gemeinderat hat einstimmig die Vergabe der Ingenieurleistungen ans Albstädter Büro Czerwenka bewilligt, das schon bisher am Zuge war. Kostenpunkt: rund 127 000 Euro.
Eine der „teuersten und umfangreichsten Maßnahmen“ in der Geschichte der Stadt Meßstetten geht in diesem Jahr in ihre vorletzte Runde: der sechste Bauabschnitt der Sanierung Bueloch. Laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung wird die Friedrich-List-Straße zwischen der Einmündung der Gottlieb-Daimler-Straße und dem Gebäude 120 gerichtet. Wie in den früheren Abschnitten sollen neben der Fahrbahn auch die Wasser- und Abwasserleitungen erneuert werden. Zudem werden Leerrohre für Breitbandkabel verlegt.
Abschluss kommt 2024
Die Maßnahme soll zwischen April und November 2024 über die Bühne gehen; im nächsten Jahr kommt dann noch die Gottlieb-Daimler-Straße an die Reihe – mit dieser Maßnahme geht die Sanierung Bueloch zu Ende. Der Terminplan ist zwingend einzuhalten, denn: „Das Förderprogramm endet im April 2026 und bis dahin müssen wir komplett abgerechnet haben“, sagt Stadtbaumeister Claus Fecker.
Es ist das größte Bauprojekt unter der Federführung von Fecker, der seit 2019 Regie im Städtischen Bauamt führt. Der Startschuss war allerdings schon vor acht Jahren gefallen, also schon ehe Fecker sein Amt antrat. Der Gemeinderat hatte seinerzeit beschlossen, mit Ausnahme eines Streifen im östlichen Bereich das komplette Bueloch als Sanierungsgebiet auszuweisen – in dem ausgeklammerten Bereich stehen Neubauten.
Ursprünglich eine reine Bundeswehrsiedlung
Entstanden war das Bueloch, das den Charakter eines eigenen Stadtteils hat, in den 1960er-Jahren als reine Bundeswehrsiedlung. Soldaten und Zivilangestellte der Truppe sowie ihre Familien waren dort zu Hause, ganz in der Nähe des damaligen Kasernengeländes. Inzwischen ist die Bausubstanz in die Jahre gekommen, und während für Straßen und Kanalisation schon immer die Stadt Meßstetten verantwortlich zeichnete, sind die Häuser allesamt in Privatbesitz. Ein großer Teil von ihnen gehört einem einzigen Investor, der die Wohnungen vermietet.
Die Sanierungsmaßnahme Bueloch ist für die Stadtverwaltung trotz beträchtlicher Eigenleistung ein lohnendes Projekt, da man in den Genuss einer beträchtlichen Förderung aus Landes- und Bundesmittel gekommen ist – bei der Neugestaltung der Straßen beträgt der Fördersatz 60 Prozent. Trotz dieses satten Geldregens wird die Stadt Meßstetten am Ende des siebenteiligen Bauprojekts annähernd 7,5 Millionen Euro ins Bueloch investiert haben.
Förderung bis zu 25 Prozent
Auch die privaten Hausbesitzer profitieren vom Fördertopf – allerdings müssen auch sie auch selbst Geld in die Hand nehmen. „Je nach Maßnahme bekommen die Eigentümer zwischen 15 und 25 Prozent der Kosten von Land und Bund erstattet“, erklärt Fecker. Er freut sich, dass viele mitgemacht haben: Rund drei Viertel der Gebäude im Bueloch sind inzwischen saniert.