Für Kinder ist die Nutzung der Büchereien in Haiterbach und Oberschwandorf weiterhin kostenfrei. Foto: Franck Barske/pixabay

Nach Einführung der Jahresgebühr in den Haiterbacher Büchereien, ist die Zahl der Nutzer in den ersten beiden Monaten unter dem Vorjahr. Die Nutzer zeigen offenbar Verständnis.

Erwachsene müssen seit diesem Jahr für die Büchereien in Haiterbach und Oberschwandorf eine Jahresgebühr bezahlen. Das hat der Gemeinderat im vergangenen Juli auch angesichts der Finanzlage beschlossen. Die Gebühr wurde auf 15 Euro festgelegt.

 

Die Bücherei in Haiterbach hatte zum Ende des vergangenen Jahres 113 erwachsene Nutzer. Nach Einführung der Jahresgebühr habe man zum Stand 26. Februar 86 erwachsene Nutzer registriert, informiert Hauptamtsleiterin Birgit Burkhardt auf Anfrage. Das könne sich aber noch verändern. „Es kommen im Laufe des Jahres vermutlich weitere Nutzer dazu.“

Leichte Verschiebung zu Kinderausweisen

Einzelne Personen hätten ihren Erwachsenen-Ausweis aufgegeben und für die Kinder einen Ausweis besorgt, ergänzt Burkhardt. Hintergrund sei, dass die Familien nur Kinderbücher ausleihen würden und die Kinder-Mitgliedschaft weiter umsonst sei.

Die Umstellung auf die Jahresgebühr führe zugleich zur Bereinigung der Daten durch Wegfall von inaktiven Nutzern, auch im Bereich E-Books.

Externe Nutzer aus anderen Gemeinden, die insbesondere auch E-Books ausgeliehen hätten, seien zu anderen Büchereien gewechselt, da dort auch E-Books-Ausleihen für eine Jahresgebühr möglich seien. In Haiterbach sei dies zuvor umsonst möglich gewesen.

Der technische Aufwand für die Bücherei-Leitung durch die Einführung des Jahresgebühr hat sich laut Burkhardt in Grenzen gehalten. Durch Beschäftigung mit der Thematik hätten sich auch andere Punkte im Bereich Technik/EDV geklärt

26 Erwachsene in Oberschwandorf

Die Oberschwandorfer Bücherei hatte zum Ende des vergangenen Jahres 22 erwachsene Nutzer. Im neuen Jahr sind dies bislang (Stand 3. März) 26 erwachsene Nutzer. Auch dort könnten im Laufe des Jahres weitere Nutzer dazukommen, vermutet die Verwaltung.

„Auch in Oberschwandorf wurde die Einführung der neuen Jahresgebühr gut aufgenommen“, sagt Hauptamtsleiterin Birgit Burkhardt. Bewährt habe sich die frühzeitige Kommunikation. Es sei nach den Sommerferien 2025 damit begonnen worden. Die Nutzer würden nach den Rückmeldungen die Jahresgebühr auch als Beitrag auch zur Erhaltung der Bücherei vor Ort sehen.

In Oberschwandorf hätten ebenso einige der Erwachsenen auf Kinderausweise gewechselt, da sie zur Zeit nur Kinderbücher ausleihen würden.

Nur geringer Beitrag zur Kostendeckung

Die Stadtverwaltung hatte auf Grundlage der 135 Nutzer zum Zeitpunkt des Beschlusses mit Einnahmen von 2025 Euro gerechnet. Dies ist natürlich weit davon entfernt, die tatsächlichen Kosten der Einrichtungen zu decken.

Neben den Kosten für die Neuanschaffungen – in Haiterbach standen zuletzt 4000 Euro, in Oberschwandorf 1000 Euro zur Verfügung – fallen weitere Kosten für den Betrieb der Büchereien an. Für beide Einrichtungen zusammen sind dies 8000 Euro für Verwaltungsprogramme und EDV sowie 24 000 Euro an Personalkosten. Weitere kalkulatorische Kosten wie Raumkosten und Energie sind laut Stadtverwaltung nicht darstellbar.