Der „Makertag“ war besonders beliebt. Die verschiedenen Boxen luden die Kinder dazu ein, „einfach mal zu machen“. Foto: Liener

Damit es den Kindern in den Sommerferien nicht langweilig wird, hat das Team der Owinger Bücherei an drei Tagen ein Programm für Schülerinnen und Schüler veranstaltet.

Alle Angebote des Sommerferienprogramms der Owinger Bücherei waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht und laut der Wartelisten hätte man gut und gerne das Angebot doppelt anbieten können. Der „Makertag“ bot den Kindern die Gelegenheit, „einfach mal zu machen“. Die Bücherei hat aktuell 29 sogenannte „Makerboxen“ im Bestand, die mit allerlei tollen Dingen gefüllt sind und zum d Experimentieren einladen. Das geht von der Programmierung von verschiedenen Robotern, Experimente mit Windkraft über Konstruktionsboxen mit ferngesteuerten Rennautos, Elektrotechnik, Pneumatik, 3D-Stiften bis hin zu interaktiven Globen. Vieles davon kann auch entliehen werden wie beispielsweise Boxen mit verschiedenen 360-Grad-Kameras, Geocaching-Geräten und einem professionellen Buchscanner.

Blick durch das Mikroskop

Demnächst werden auch zwei digitale Mikroskope samt fertigen Präparaten entleihbar sein. Über vier Stunden wurde konstruiert, kreative Modelle mit den 3D-Stiften geschaffen und Roboter wie Dash, Bee- und Blue-Bot, Ozobot und Sphero Bolt durch Programmierung zum Leben erweckt. Einige Ergebnisse sind in der Bücherei noch ausgestellt. Weil die Nachfrage so hoch war, sind weitere „Makertage“ in Planung, für welche die Kinder auf der Warteliste laut Bücherei-Team bevorzugt informiert werden.

Malerei mit dem heißen Eisen

Der kreative Tag lud zur Enkaustik-Malerei ein. Dabei handelt es sich um eine Maltechnik, bei der in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden. Unter professioneller Anleitung der Büchereimitarbeiterin Marlene Kohl-Strobel, konnten die Kinder mit den kleinen Mal-Eisen wunderbare Karten und Bilder herstellen. Möglich war die Einarbeitung von getrockneten Blättern, Gräser oder schönen Bilder aus Prospekten. Durch anschließendes polieren und dem Auftragen von Goldstaub bekamen die Kunstwerke einen geradezu professionellen Charakter. Auch davon werden einige Werke in der Bücherei ausgestellt.

Schlüsselanhänger aus dem 3D-Druck

Der dritte Tag war dem 3D-Druck gewidmet, der in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum Zollernalb (KMZ) angeboten wurde. Tom Pfeifer vom KMZ führte die Kinder in das Programm „TinkerSchool“ ein. Bereits nach kurzer Zeit begannen die Teilnehmer nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung individuelle Schlüsselanhänger zu konstruieren, die anschließend am Büchereieigenen 3D-Drucker ausgedruckt wurden. Während dieser Zeit konnten die Kinder 3D-Modelle nach ihren eigenen Vorstellungen und Fantasien an den Tablets entwerfen. Der 3D-Drucker steht allen zur Verfügung, um eigene 3D-Modelle in verschiedenen Farben auszudrucken.

Kurzweilige Tage

Es liegen drei sehr kurzweilige Tage hinter den Kindern und dem Bücherei-Team. Die Veranstaltung war möglich durch die Unterstützung des Jugendbüros Haigerloch und dem Förderverein „Freunde der Owinger Bücherei“, der sämtliche Kosten für diese Veranstaltungen übernommen hat.

Alle Informationen und Angebote der Owinger Bücherei gibt auf deren Homepage: owbib.de