Das „Lesestüble“ öffnet am Samstag, 31. Januar, wieder seine Türen. Interessierte aus Hopfau können im Rathaus aus rund 2500 unterschiedlichen Büchern wählen.
Viele kennen den Spruch „Alles neu macht der Mai“. In Hopfau hat man das kurzerhand vordatiert, denn schon im Januar heißt es dort: Das „Lesestüble“ öffnet seine Türen – der Bestand ist aktualisiert und neu sortiert worden.
„Um den wertvollen Buchbestand der Bücherei zu würdigen und zu erhalten, haben wir Mitte 2025 in stundenlanger Arbeit alle Bücher gesichtet, entstaubt und neu geordnet“, blickt Angela Schmid vom Team des „Lesestübles“ zurück. Dabei habe man tolle, teils wertvolle und interessante Bücher entdeckt. „Aktuell sind es knapp 2500 Bücher“, ordnet sie die Auswahlmöglichkeiten der verschiedenen Genres ein.
Auf zu „fantastischen Welten
So reiche das Spektrum von aktuellen Romanen, Bestsellern, Kinder- und Jugendbüchern oder historischen Romanen und Krimis über humorvolle Lektüren, Wissensbücher und Bildbände bis hin zu einer Reihe alter und bekannter Klassiker und Memoiren.
Ab dem 31. Januar könnten sich die Besucher im Rathaus also über eine kleine und feine Lese-Oase quer durch die fantastische Welt der Bücher freuen – „ und das alles völlig kostenfrei“, wie Schmid betont. Denn am Samstag werde die Neueröffnung der Bücherei von 16 bis 17.30 Uhr gefeiert. „Wir freuen uns auf jeden Besucher und wollen uns mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedanken“, verrät sie.
Aus für das Lese-Projekt
Und damit knüpfen die Ehrenamtlichen um Schmid an eine jahrzehntelange Hopfauer Tradition an. Denn 2003 also vor mehr als 20 Jahren – wurde das „Lesestüble“ in ehrenamtlicher Initiative als Bücherei von Gertrud Höhn, Ilse Knöpfle und Gisela Walter ins Leben gerufen. Interessierte konnten jeden Mittwoch stöbern und sich die passende Lektüre aussuchen – bis 2023.
„Aus Altersgründen und mangelnder Nachfolge mussten die gewohnten Öffnungszeiten in den vergangenen Jahren leider eingestellt und die Türen zur Bücherei ganz geschlossen werden“, erinnert Schmid sich.
Feste Stammkundschaft
Doch das wollten Schmid und ihre Mitstreiterinnen Margit Kümmerle und Angelika Raible so nicht akzeptieren und riefen das „Gesellige Beisammensein“ ins Leben. Seitdem habe sich der Nachmittag fest etabliert. „Zusammen singen wir alte Schlager, Volkslieder und weitere bekannte Melodien – wer möchte, stimmt mit ein“, beschreibt sie die Atmosphäre.
Rate- und Knobelspiele, Gedichte und humorvolle Geschichten rundeten das Miteinander Kaffee, Tee und Kuchen ab. Und so kann der Sulzer Teilort auf eine stabile Stammkundschaft von gut einem Dutzend lesebegeisterter Besucher blicken.
Lesevormittag für Kinder
Und warum wird so viel Energie dafür aufgewendet, damit die Menschen in und um Hopfau kostenlos an ein großes Sortiment an Lesestoff kommen? „Lesen erweitert den Horizont, fördert Empathie, stärkt das Gehirn, baut Stress ab und bildet bereichernd die Sprache“, ist Schmidt überzeugt. Darüber hinaus werde so kritisches Denken gefördert sowie Traditionen und Wissen bewahrt – Grundlage jeglicher Bildung.
„Vor allem für Kinder und Jugendliche ist lesen enorm wichtig“, betont sie. Deshalb im Dezember auch wieder ein Lesevormittag für den Kindergarten und die Grundschule in den Räumen des „Lesestübles“ veranstaltet worden, erklärt Schmid. „Einige Kinder haben gleich direkt Bücher ausgeliehen“, kommt sie auf das Resultat zu sprechen. Weitere Termine speziell für Kindergarten und Grundschule seien in Planung.
Regelmäßige Öffnungszeiten
Und Erwachsene? „Lesen ist auch, sich ein Stück ‚Auszeit‘ zu nehmen – das tut gut in dieser hektischen Welt“, findet sie. Sie selbst sei eine Quer-Beet-Leserin, also von aktuellen Bestsellern über spirituelle Literatur, hin zu Krimis und Thriller. „Aktuell habe ich ‚The Secret of the Secrets‘, das neue Buch von Dan Brown verschlungen“, nennt sie ihr momentanes Leseprojekt.
Die Bücherei im Hopfauer Rathaus hat jeden letzten Samstag im Monat von 16 bis 17.30 Uhr geöffnet.