Mastermind hinter allen Erzählungen: Hernán Díaz Foto: © Pascal Perich/Pascal Perich

Niemand gewinnt gerade der Zertrümmerung amerikanischer Mythen süffigere Geschichten ab als der Autor Hernán Díaz. In seinem neuen Roman „Treue“ kommt es zu einem Kräftemessen zwischen der Macht des Geldes und der der Fiktion.

Es ist immer die gleiche Geschichte. Viermal wird sie erzählt, mit völlig unterschiedlichen Konsequenzen. Die erste Version stammt von einem gewissen Harold Vanner, ein Roman, wie ihn auch ein Henry James hätte schreiben können. Er handelt von dem Finanzmagnaten William Rusk, einem seltsamen Nerd aus einer jener Familien, die in den jungen USA zu Wohlstand gekommen sind. Er hat ein außerordentliches mathematisches Talent – mit allen soziopathischen Zügen, die zur Folklore solcher Begabungen zählen. An Geld interessiert ihn nicht, welche Annehmlichkeiten man damit erwerben könnte, sondern seine Wandlungsfähigkeit: Kapital als ein antiseptisch lebendes Wesen, das gedeihen, sich fortpflanzen, aber auch erkranken und sterben kann.

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