Ein neu eingewandertes Insekt benutzt die Zünslerraupen als Wirt. Nun keimt Hoffnung auf, dass der Grenzacher Buchswald doch nicht ganz verloren ist.
Manch Spaziergänger hat es vielleicht schon bemerkt: Im Grenzacher Wald schlägt hie und da wieder der Buchs aus. An vereinzelten Stellen haben sich die durch die Raupen des vor etwa 15 Jahren eingeschleppten Buchsbaumzünslers stark ramponierten oder fast flächendeckend abgestorbenen Bestände sogar ein wenig erholen können. Dies liegt jedoch nicht am Einsatz von Chemikalien oder einem wundersamen Verschwinden der asiatischen Raupen, sondern an einer neu eingewanderten Schlupfwespen-Art. Wie Revierförsterin Theresa Faust im Gemeinderat mitteilte, benutzt diese Wespen-Art die Zünslerraupen als Wirt „und frisst sie so quasi von innen auf“. Welche ökologischen Folgen das Auftauchen der wohl aus Richtung der Schweiz gekommenen Schlupfwespe aber sonst noch haben wird, sei noch nicht absehbar. „Sie ist aber da und breitet sich aus“, hat Faust festgestellt.