Der „Heimatbote 2025“ ist da: Ein 80-seitiger Blick in die Historie von St. Georgen und Buchenberg – mit Kuriosem, Vergessenem und seltenen Fundstücken aus Archiven.
In der Geschichtstruhe des Vereins für Heimatgeschichte stellten Erwin Epting, Norbert Engesser, Otto Rapp, und Wolfgang Winkler den „Heimatbote 2025“ vor. Dieser gibt Einblick in die Historie St. Georgens und Buchenbergs.
Die Erstausgabe erschien 1990 als „Heimatblättle“, das neun Jahre später den heutigen Namen bekam. Finanziert wird das 80-seitige Heft durch dessen Verkauf und einen Vereinszuschuss. Der Inhalt stammt zu etwa zwei Dritteln vom St. Georgener Verein, zu einem Drittel vom Geschichtsverein Buchenberg.
Alle Autoren sind ehrenamtlich tätig, suchen sich oft selbst Themen aus, über die aber auch die Vereine beraten. Als Quellen dienen Bücher aus dem vereinseigenen Fundus, alte Dokumente, Erinnerungen von Mitgliedern oder Stamm- und Kirchenbücher. Dazu bereichern zahlreiche Fotos oder Zeichnungen die Artikel im Heimatboten. Entsprechend vielfältig ist das jetzt erschienene Werk.
Auch Kurioses steckt drin
Eröffnet wird der Heimatbote 2025, gedruckt in einer Auflage von 260 Stück, mit einem Mundartgedicht der in diesem Jahr verstorbenen Myrta Stieber. Der erste Text, basierend auf Aufzeichnungen Dieter Kleppers und zusammengefasst von Epting, erzählt von der Postroute durch Langenschiltach, von der heute noch Hohlgassen im Wald zeugen. Sie war Teil der Strecke von Straßburg nach Wien, auf der vor allem Güter transportiert wurden, Personen „mit viel Glück“ in 14 Tagen ans Ziel kamen. 2026 folgt Teil zwei mit dem Schwerpunkt auf Posthalterei und Postillionen.
Von Klaus Kaiser und Siegbert Hils stammt ein Bildbericht über die Sonderausstellung im Deutschen Phonomuseum zu Stockwälder Firmengründern. Danach folgen von Rapp und Epting „Erinnerungen an das Hotel Hirsch“, dessen 280-jährige Geschichte und Infos zu allen Besitzern.
Abgedruckt ist eine Holztafel, ehedem von einem Militärpfarrer gestiftet, die bis 1990 im Gasthaus hing, heute aber verschollen ist. Von Wolfgang Winkler stammt Teil eins von „Rund um die evangelische Lorenzkirche“, samt Orgelgenerationen, einem heute verbauten Zimbelsterninstrument und Infos dazu, wie 1890 der alte, als Schandfleck geltende Kirchturm aufgestockt wurde.
Von Epting stammt die neue Rubrik „Kurz berichtet“ mit Absätzen über bemerkenswerte, teils kuriose Ereignisse auch aus jüngerer Vergangenheit sowie Einblicke in den Jahresausflug zum Kloster Alpirsbach.
Was aus Buchenberg erzählt wird
Im Buchenberger Teil finden sich Aufzeichnungen aus dem Nachlass Johann Hallers zur jahrhundertealten Schlossmühle im Glasbachtal, die ehemals auch ein Sägewerk beherbergte.
Von Barbara Lein stammen Texte über das Buchenberger Heimatmuseum beziehungsweise eine Otto Leiber-Ausstellung anlässlich des Gemeindejubiläums, dazu ein Bericht über den Volkswandertag an der Ruine Waldau und ein Nachruf auf Jochen Hillesheim, langjähriger Vorsitzender des Buchenberger Vereins.
Hier ist es zu erwerben
Käuflich erwerbbar ist der Heimatbote für acht Euro in der Geschichtstruhe am Bärenplatz 13, im Durchgang vom Bärenbrunnen zur Weidenbächlestraße, sowie im Dorfmuseum Buchenberg. Die Geschichtstruhe wird zum Weihnachtsmarkt von elf bis 20 Uhr öffnen.