Der BSV 07 Schwenningen verlor in der Landesliga das Derby in Tuttlingen mit 0:3. Die FSV brachte in der Bezirksliga erst gar keine Mannschaft zusammen – und ist nun auch rechnerisch abgestiegen.
BSV-Trainer Jago Maric war nach der Pleite in Tuttlingen bedient. „Bei uns hat einfach nichts gepasst, so kannst du nicht auftreten“, befand er. In der Tat, die Nullsiebener ließen zu einfache Gegentore zu und waren im Spiel nach vorne mehr als harmlos.
Torwart Kilian Dinger, der sein erstes Spiel für den BSV machte, konnte einem leid tun. Der junge Winterneuzugang vom FC 08 Villingen war bei den Gegentoren schuldlos, wurde aber von seinen Vorderleuten im Stich gelassen.
Probst lobt Verhalten des BSV Schwenningen
SC-Coach Andreas Probst sah die Leistung der Gäste allerdings deutlich positiver als sein Schwenninger Trainerkollege. „Das 3:0 hört sich klarer an, als das es war. So hat der BSV beispielsweise zwischen der 25. und 40. Spielminute hoch gepresst. Wir mussten da richtig gut verteidigen, um kein Gegentor zu bekommen.“
Probst lobte auch das Verhalten der Schwenninger nach der Niederlage. „Bei den Brüdern Fabio Chiurazzi und Mauro Chiurazzi sowie bei Dragan Ovuka siehst du einfach, dass sie höherklassig gespielt haben. Die geben im Spiel alles, wenn das Spiel aber vorbei ist, klatschen sie fair mit dem gegnerischen Trainer ab. Das hat mich sehr gefreut, weil dies in der Landesliga absolut unüblich ist.“
Der BSV empfängt am kommenden Samstag den Tabellenzweiten SG Empfingen. Personell dürfte es bei den Nullsiebener dann wieder deutlich besser aussehen. So könnten der Langzeitverletzte Precious Anene, Elias Gresser, der in den letzten Wochen beruflich verhindert war und der zuletzt krank fehlende Patrick Markovic in den Kader zurückkehren.
FSV Schwenningen
Die FSV Schwenningen hatte am Sonntag für das Auswärtsspiel bei der SG Nusplingen/Oberheim keine komplette Mannschaft zusammen bekommen. Das Spiel wird für die Gastgeber gewertet. Damit ist die FSV auch rechnerisch abgestiegen. Nach nur einem Jahr in Bezirksliga geht es direkt wieder runter. Der Vorteil: Bereits jetzt kann auf dem Moos für die Kreisliga A geplant werden.
An diesem Donnerstag (19.30 Uhr) steht für die FSV das Achtelfinale im Bezirkspokal gegen den Ligakonkurrenten SV Rangendingen auf dem Programm. Die Grünhemden hoffen erst einmal, mit elf Mann diese Partie bestreiten zu können. Die Schwenninger sind krasser Außenseiter.