Der BSV Schwenningen musste sich vor heimischer Kulisse gegen die SG Empfingen am Ende deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Foto: Wittmann

Der BSV Schwenningen zeigte im Duell mit dem Tabellenzweiten aus Empfingen eigentlich eine gute Leistung – ging am Ende aber trotzdem mit 0:3 als Verlierer vom Feld.

LANDESLIGABSV 07 Schwenningen – SG Empfingen 0:3 (0:1). Die Begegnung am Samstagnachmittag – erstmals im Kalenderjahr 2026 wurde in Schwenningen im Gustav-Strohm-Stadion gespielt – war eigentlich recht ausgeglichen. Die Aktionen des BSV auf dem gut gepflegten Naturrasen waren jedoch nicht zwingend genug, Empfingen war cleverer.

 

SGE ohne Top-Torjäger

Der Tabellenzweite trat ohne seinen Torjäger Pascal Schoch, der sich in den Urlaub abgemeldet hatte, an. In der ersten Halbzeit waren Torchancen Mangelware. Die knapp 200 Fans – darunter Ex-Profi Daniel Caligiuri – sahen in der von beiden Seiten emotional geführten Begegnung aber zwei gute Paraden von 07-Torwart Philipp Beiter der nach seinem „Shut-out“ gegen Nehren gleich ein zweites Mal spielen durfte.

In der 42. Minute dann eine der Schlüsselszenen der Partie: Der Schiedsrichter sah ein strafbares Handspiel im Schwenninger Strafraum und gab Elfmeter. BSV-Akteur Mauro Chiurazzi reklamierte vergebens, dass er in jener Szene geschoben wurde. Nico Rebmann behielt vom Punkt die Nerven, es hieß 0:1 aus Sicht der Gastgeber.

Rettung auf der Linie

Angesichts des Rückstandes musste der BSV in der zweiten Halbzeit mehr riskieren. Man kam auch tatsächlich zu Torchancen, doch irgendwie waren die Aktionen nicht zwingend genug. Wobei in der 49. Minute SGE-Torwart Matthias Müller nach einem Kopfball von Dragan Ovuka bereits geschlagen war, Kapitän Dennis Rebmann aber auf der Linie rettete. Müller konnte sich dann gegen David Seiferling und Volkan Bak auszeichnen. Auch Marek Osada brachte die Kugel nicht am Empfinger Schlussmann vorbei. Fabio Chiurazzi schoss über das Gästetor. Stattdessen markierte die SG in der 75. Minute das 2:0. Goalie Beiter hatte beim Herauslaufen gezögert und so konnte Paul Wössner einschießen. Beiter zeigte sich in der Schlussphase erneut zu zögerlich, Sven Ramic brachte den Ball aber nicht im leeren Kasten unter. Mit einem Sonntagsschuss stellte Denis Bozicevic dann kurz vor Schluss den Endstand her.

BSV-Trainer Jago Maric haderte mit der Niederlage: „Das ist ein sehr, sehr bitteres Resultat. Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Wir waren die bessere Mannschaft, hatten mehr Spielkontrolle. Wir haben drei Riesenchancen vergeben. Kein Vorwurf an die Mannschaft. Sie hat gut gespielt, im letzten Drittel hat uns aber der Killerinstinkt gefehlt.“ Gäste-Coach Alexander Eberhart war indes froh über den Sieg seiner Mannschaft: „Es war ein schweres, intensives Spiel. Es war so ein 50:50-Spiel. Wobei Schwenningen viel Ballbesitz hatte. Der BSV hatte am Mittwoch ein Spiel und dort einige Körner gelassen, das hat man auch gemerkt. Der Elfmeter war wichtig für uns, der ging in meinen Augen aber auch in Ordnung.“

Personal und Torschützen

Schwenningen: Beiter, Osada, Panxhaj, Mauro Chiurazzi, Holenstein, Fabio Chiurazzi (84. Shabanaj), Seiferling, Mastrantonio (67. Rogic), Bak, Hall (59. Miletic), Ovuka. Empfingen: Müller, D. Rebmann, Schüssler, Sonay (69. Bozicevic), Wössner, Kress (87. Kress), Tittjung (62. Scheurenbrand), Zug (62.), N. Rebmann, Schlecht, Erdem. Tore: 0:1 N. Rebmann (Elfmeter, 42.), 0:2 Wössner (75.), 0:3 Bozicevic (89.). Zuschauer: 189.