Seit sechs Spielen ohne Sieg: Für Coach Jago Maric geht es in der sportlichen Krise nur über harte Arbeit weiter. Einige Spieler sind nicht in guter Form.
Seit sechs Spielen in der württembergischen Landesliga wartet der BSV 07 Schwenningen auf einen Sieg. Am Samstag bei der 0:1-Heimniederlage im Derby gegen den SC 04 Tuttlingen wurde deutlich, an welchen Dingen es beim Tabellenneunten (18 Punkte) gerade hapert.
Die Problemzonen
Baustelle Nummer 1: Die Mannschaft braucht zu viele Chancen, um zu einem Tor zu kommen. Es lief zum Beispiel die 29. Minute: Fabio Chiurazzi hatte einen Lattentreffer verzeichnet, den zurückprallenden Ball setzte David Seiferling – aus nur zehn Metern Distanz – ebenso an die Latte. Eine Szene mit etwas Slapstick-Charakter.
Eine 1:0-Führung hätte den aktuell nicht vor Selbstvertrauen strotzenden Nullsiebenern zu diesem Zeitpunkt gutgetan. Wenig später erzielten die Tuttlinger durch einen – aus Schwenninger Sicht völlig unnötig verursachten Strafstoß. Diesen verwandelte Buba Camara in der 36. Minute zum Treffer des Tages. Coach Jago Maric bemängelt auch: „Wir haben vorne im Moment keinen Spieler, der auch einmal aus einer Halbchance etwas macht.“
Baustelle Nummer 2: Die Mannschaft wirkt im Spielaufbau langsam, mit nur wenig Energie. Einige Spieler befinden sich nicht in Bestform. Das ist offensichtlich. Die Fehlerquote im Passspiel war gegen Tuttlingen nicht gering. Wenn es für den BSV dumm läuft, fängt er sich in der letzten halben Stunde bei Kontern der Gäste noch den zweiten Gegentreffer ein.
Baustelle Nummer 3: In den vergangenen drei Jahren gab es für das BSV-Team sportlich immer nur eine Richtung: Nach oben. Nun erleben die Spieler erstmals eine nicht so erfolgreiche Phase. „So eine Serie ohne einen Sieg macht mit ihnen mental schon etwas. Darüber sprechen wir auch gerade viel“, berichtet Jago Maric.
Ein erfahrener Spieler wie Mauro Chiurazzi sagt auch: „So eine Phase gehört auch einmal dazu. Man muss nur damit richtig umgehen.“
Jago Maric hat schon viel in seinem Fußballer-Leben gesehen und erlebt. Seine Lösungsidee hört sich banal an, stimmt aber hundertprozentig: „Wir müssen weiter hart arbeiten. Im Vergleich zu unserer 1:2-Niederlage vor zehn Tagen in Freudenstadt haben wir gegen Tuttlingen schon wieder eine bessere Leistung gezeigt. Aber es muss natürlich von uns noch mehr kommen.“
Am Sonntag (14.30 Uhr) kann der BSV beim favorisierten Tabellenvierten SV Nehren als Außenseiter nur gewinnen. Jago Maric und Co. peilen einen positiven Vorrundenabschluss an.