Das 2:2 in Ergenzingen wurmt BSV-Coach Jago Maric. Lange wollen sich die Schwenninger damit aber nicht aufhalten.
Landesliga WFV: Nein, das war wirklich nicht viel, was der BSV 07 Schwenningen am Sonntag im Gastspiel beim TuS Ergenzingen bot. Das Positivste war noch, dass die Schwenninger Balltreter beim Vorletzten der Landesliga nicht verloren und so wenigstens noch einen Punkt aus dem Rottenburger Stadtteil mit an den Neckarursprung nahmen. Torwart Semih Gökdag, der allerdings beim 1:1-Ausgleichstreffer der Ergenzinger nicht gut ausgesehen hatte, hielt am Ende den einen Zähler fest.
„Wir haben es wieder nicht geschafft, mal ein Ergebnis zu halten, wir führen zweimal, kriegen den Ausgleich und haben am Schluss Glück, dass wir nicht noch verlieren“, so Jago Maric.
Wechsel verpuffen beinahe wirkungslos
Der BSV-Coach hatte vor der Begegnung von seinen Mannen Disziplin und Entschlossenheit gefordert. „Zumindest die Entschlossenheit hat mir erneut gefehlt“, ärgerte sich Maric. Und auch, dass alle Wechsel fast wirkungslos verpufften, missfiel dem Schwenninger Zampano. „Eigentlich sollten Einwechselspieler neue Energie bringen“, sieht Maric derzeit zu wenig Feuer von den Spielern, die nicht von Anfang an ran dürfen, sich dann aber auch eben für das nächste Mal nicht wirklich aufdrängen, so wie man es eigentlich erwarten dürfte.
Indes, als Tabellenneunter steht der BSV mit 35 Punkten aus 24 Spielen auch so ziemlich im Niemandsland der Tabelle. Zwar ist der Klassenerhalt noch nicht sicher, allerdings sind sieben Zähler Vorsprung auf den SV Seedorf, der als Tabellendreizehnter den Relegationsplatz einnimmt, schon eine Menge Holz – zumal Seedorf auch bereits zwei Partien mehr absolviert hat.
Vorfreude auf den großen Rivalen
Umso schöner ist es da, dass die Schwenninger für ihren nächsten Gegner keine tabellarische Motivation brauchen. Der hat als Tabellendritter zwar bereits satte 18 Punkte mehr auf seinem Konto, heißt aber SV Zimmern. Die Rivalität zwischen den beiden Vereinen hat eine lange Tradition. Der BSV wird sicherlich alles daran setzen, um sich für die unglückliche 0:3-Hinspielniederlage zu revanchieren und dem SVZ im Aufstiegs- und Meisterrennen kräftig in die Suppe zu spucken.
Deshalb dürfte das schlechte Spiel in Ergenzingen auch ziemlich schnell am Neckarursprung abgehakt sein und die Vorfreude auf die Partie mit dem SV Zimmern steigen. Am Samstag, 15.30 Uhr, kommt es zu dem mit Spannung erwarteten Derby.