Volkan Bak will beim BSV Schwenningen seine große Erfahrung einbringen. Foto: Wittmann

Er holte im DFB-Pokal einen Elfer heraus, hielt mit Villingen den südbadischen Cup in die Höhe und schaffte mit Singen den Oberliga-Coup – nun ist Volkan Bak wieder daheim.

„Ich habe Ali Günes (Coach des Türk SV Singen, Anm. d. Red.) wegen eines Testspiels kontaktiert. Dann habe ich erfahren, dass Volkan frei werden könnte. Danach ging alles sehr schnell. Ich kenne Volkan ja noch gut aus gemeinsamen Zeiten in Villingen. Der Kontakt ist nie abgerissen“, freut sich BSV-Coach Jago Maric auf den 30-Jährigen, dem er als damaliger Trainer des FC 08 Villingen früh in der Oberliga das Vertrauen geschenkt hatte.

 

FC 08 Villingen

Wenn Volkan Bak auf die gemeinsame Zeit mit Maric im Friedengrund zurückblickt, kommt er ins Schwärmen. „Das war eine geile Zeit. Wir haben zweimal den SBFV-Cup gewonnen und dann gegen Schalke und Düsseldorf im DFB-Pokal gespielt“, wird der Doppelstädter, der in Villingen wohnt, nie den 12. August 2019 vergessen.

8300 Zuschauer waren in der MS Technologie Arena, als Steven Ukoh den FC 08 mit einem verwandelten Elfer kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung brachte. „Und den habe ich herausgeholt“, ärgert sich Volkan Bak noch heute, dass der Bundesligist am Ende noch mit einem 3:1-Sieg nach Verlängerung die zweite Runde erreichte.

Jago Maric

Mit Innenverteidiger Dragan Ovuka stand übrigens gegen Düsseldorf ein Spieler mit Bak in der Startelf, den er nun beim Landesligisten aus Schwenningen wiedertrifft. „Ich habe mich natürlich bei Dragan vor dem Wechsel gemeldet. Mit Jago Maric hatte ich zudem auch sehr gute Gespräche“, musste der schnelle Linksfuß nicht lange überlegen, bevor er sich für den Wechsel zum BSV entschied.

Ich hatte auch höherklassige Angebote. Aber der BSV ist ein geiler Verein mit tollen Menschen. Zudem habe ich mit Dogukan Albayrak schon als Kind zusammengebolzt“, freut sich Volkan Bak auf die Zeit beim Tabellenzehnten.

Und die Ziele des 30-Jährigen mit dem früheren Zweitligisten? „Ich will mit meinen Toren und Vorlagen helfen, dass wir eine gute Restsaison spielen und uns in der Tabelle noch etwas verbessern.“

Türk. SV Singen

Nach seiner Zeit in Villingen (114 Spiele, 20 Tore) schloss sich Volkan Bak im Sommer 2022 dem Türkischen SV Singen an. Was dann folgte, war „unglaublich. Wir haben jede Saison die Ziele übertroffen“, war Bak mit 19 Treffern in 65 Spielen maßgeblich daran beteiligt, dass die Schützlinge von Ali Günes den Sprung in die Oberliga schafften.

„Das Rückspiel in der Aufstiegsrelegation werde ich nie vergessen“, sorgten Bak und Kumpel Abdoulie Mboob („Wir sind fast immer gemeinsam zum Training gefahren. Abdou ist ein super Typ und ein toller Spieler. Er kann es bei den Stuttgarter Kickers schaffen“) mit ihren Treffern dafür, dass Singen das 0:2 vom Hinspiel mit einem 5:1-Triumph wettmachte.

Der Fokus

Zuletzt bekam Bak aber in Singen nicht mehr die Einsatzzeit, die er sich erhofft hatte. „Deshalb wollte ich in der Winterpause wechseln“, schließt der Stürmer aber nicht aus, dass er mittelfristig noch einmal höherklassig sein Können zeigt.

„Ich bin ja im besten Fußballalter und habe jetzt auch wieder mehr Zeit, da ich die Schule abgeschlossen habe“, darf sich Volkan Bak seit wenigen Wochen „Industriemeister Metall“ nennen. „Nun aber gilt mein ganzer Fokus dem BSV“, will der 30-Jährige beim Landesligisten durchstarten.