Das Trainerduo Almir Smakovic und Michail Tsamourlidis trat jüngst zurück. Ging es um eine Personalentscheidung, die in der Schwenninger Mannschaft nicht gut ankam?
Der BSV 07 Schwenningen musste nach mehr als einem Jahr wieder einmal eine Heimniederlage einstecken: Die Nullsiebener verloren gegen den VfB Bösingen klar und deutlich mit 0:3.
Den letzten Spielverlust im Gustav-Strohm-Stadion hatte der BSV vor 14 Monaten am 7. September 2023, damals noch in der Bezirksliga gegen die Spvgg. Schramberg/Sulgen kassiert. Bleibt zu hoffen, dass die Partie gegen Bösingen – in der den Schwenningern mal so überhaupt gar nichts gelang – ein Ausrutscher war.
Wobei dieser jetzt Auswirkungen hat: Kapitän Mauro Chiurazzi, der Gelb-Rot sah, ist für das kommende Wochenende wenn die Nullsiebener am Sonntag in Seedorf gastieren, gesperrt.
FSV Schwenningen
Bei der FSV gab es zuletzt turbulente Tage. Das Trainerduo Almir Smakovic und Michail Tsamourlidis erklärte seinen Rücktritt, es habe Differenzen mit der Vorstandschaft und einen Vorfall vor dem Spiel gegen Bubsheim gegeben.
Hintergrund war dem Vernehmen nach die Personalie der Torwartposition. So wollten wohl die Vorstandschaft als auch einige Spieler, dass Yannick Maier mehr Einsätze im Vergleich zu Samir Smakovic, dem Bruder von Almir Smakovic, bekommt.
Nur Samir Smakovic – wie auch dem Vernehmen nach Alen Coralic und Dario Virayle – wollen nach den Trainerrücktritten offenbar nicht mehr spielen. Jedenfalls waren sie am Sonntag bei der 1:5-Niederlage der Grünhemden bei der SG Deißlingen/Lauffen nicht dabei.
1860, VfB und Domenico Tedesco
Drilon Fetahi feierte im zarten Alter von 26 Jahren sein Trainerdebüt. Der FSV-Spieler der momentan noch zwei bis drei Monate aufgrund eines Kreuzbandrisses aussetzen muss, coachte das Team am Sonntag.
Fetahi geht davon aus, dass dies zumindest auch bis zur Winterpause der Fall sein wird. Er war in seiner Jugend zunächst bei 1860 München und anschließend im Internat des VfB Stuttgart. Bei den Schwaben war kein Geringerer als Domenico Tedesco, ehemaliger Bundesligatrainer von RB Leipzig und aktueller Nationalcoach Belgiens sein U17-Trainer.
„Ich will keinen langweiligen Fußball spielen lassen, ich mag hohes Pressing“, sagt Fetahi, der auch für den VfR Aalen und Waldhof Mannheim im Nachwuchs sowie für den VfB Neckarrems bei den Aktiven in der Verbandsliga auflief, zu seiner eigenen Spielphilosophie.
Fetahi ist überzeugt, dass er einiges von dem, was er bei seinen Trainern gelernt hat, nun weitergeben kann. „In den nächsten Tagen muss ich aber erst einmal ein paar Telefonate führen“, so der Interimstrainer. Die dünne Spielerdecke der Grünhemden soll aufgebessert werden.
Durim Fetahi, sein älterer Bruder, war schon am Sonntag ganz ohne Training eingesprungen, hatte seine Sache gut gemacht. Die FSV Schwenningen empfängt am kommenden Sonntag den SV Rangendingen.