Die Staatskarosse mit der Brunnenfigur, gefolgt von den beiden Vorsitzenden Günter Obergföll (links) und Manfred Maier. Foto: Hella Schimkat

In Brigachtal wurde am Sonntag die fünfte Jahreszeit mit dem Aufbau der Brunnenfigur der Narrenzunft und einem Umzug durch den Ort eingeläutet.

Wenn in der Hauptstraße die Staatskarosse des Katers Miau zu sehen ist, dann ist es soweit – die Zunft mit ihren zahlreichen Gruppen marschiert in Richtung Brunnen.

 

Wenn dann – wie am Sonntag – unzählige Schaulustige den Straßenrand säumen, dann ist das ein gutes Zeichen, dass Familien mit Kindern, Großeltern und Freunden mal wieder etwas Freude und Positives erleben wollen.

Die Staatskarosse in den Zunftfarben Grün/Gelb ist ein Unikat mit echten Laternen vorne am VW Käfer. Der hintere Teil war schon lange umgebaut worden in den Kutschbock, wie es ihn früher gab.

Drei Garden

Das Vorstandsteam mit Manfred Maier und Günter Obergföll folgte mit der Fahne – gefolgt vom Narrenrat, den Strohhanseln, den Strohmännern- und -frauen, den Trommelfrauen und den drei Garden.

Garde, Trommelfrauen und Strohmänner sind beim kleinen Umzug im Anmarsch. Foto: Hella Schimkat

Während die schwere Brunnenfigur vereint auf den Brunnen gehievt und montiert wurde, spielte sich die Guggemusik „Katzejomer“ schon mal warm, und Manfred Maier verkündete, dass die trostlose Zeit nun vorbei sei. Mit Blick über das närrische Volk fiel ihm auf, dass der Narrenrat geschniegelt daher kam und die Strohmänner pro Person Platz für drei benötigten.

Fahne gehisst

Unter Trommelwirbel und Freudenrufen wurde die Fahne gehisst, dann ergriff Günter Obergföll das Wort. Die Strohmänner Nik Weißhaar und Simon Jehle, sowie die Trommlerfrau Maren Kaltenbach wurden zu ihm zitiert. Dass sie während der Fasnet nur dieser und sonst niemand Gehorsam leisten mussten, sei ja wohl klar, den Eid lieferten sie auch sofort ab.

Drei neue Mitglieder

Ein Gesöff gab es noch für die drei neuen Mitglieder der Zunft zu schlucken, etwas Farbe auf Wangen und Stirn folgten, dann war Katzenjomer an der Reihe und spielte „An Tagen wie diese“.

Katzejomer, die Guggemusik der Brigachtaler Zunft, sorgt für Stimmung. Foto: Hella Schimkat

Die Stimmung war bestens, sichtlich erleichtert. Getränke und Verköstigung wurden geboten – und in Grüppchen feierte man die fünfte Jahreszeit, die auch so nebenbei den Winter vertreiben sollte, doch danach sah es am Sonntag noch nicht aus, was aber dem närrischen Volk auch egal war.