Die Firma Brüninghoff will an ihrem Standort Tannheim investieren. Foto: Willi Zimmermann

Die Brüninghoff Holz GmbH, ehemals Tannheimer Säge und später Schwarzwald-Abbund, will bis 2030 seinen Werkstandort Tannheim erweitern.

In der Sitzung des Ortschaftsrats stellten Inhaber Sven Brüninghoff und Geschäftsführer Frank Steffens die seit einigen Jahren anstehenden und mit der Stadt VS vereinbarten Planungen vor.

 

Die Firma Brüninghoff mit Sitz in Heiden (Münsterland) übernahm 2013 die Schwarzwald Abbund in Tannheim zur Belieferung ihrer Kunden in Süddeutschland und dem benachbarten Ausland.

Tannheim ist einer von drei Herstellungsbetrieben für Bauteilefertigung im Holzbereich und beschäftig heute 38 Personen.

Was geplant ist

Die geplante nicht sehr ausgedehnte bauliche Erweiterung ist auch mehr eine effizientere Trennung der Bereiche Produktion, Lagerhaltung, Zufahrten für Zu- und Auslieferung und Parkplätze für Angestellte. Die augenblickliche gestaltete Betriebsanlage hat den kleinen Nachteil, dass eine öffentliche Fahrstraße mitten durchs Werksgelände führt und das Parkplatzangebot für Betriebsangehörige sich mit den Zufahrtswegen für den Lieferverkehr überschneidet.

Künftig soll der nördliche Teil der Anlage in Richtung Wald rein für die Produktion benutzt werden, und im Anschluss daran entlang der Grundstücksgrenze sind die Parkplätze für die Mitarbeiter. Eine bisherige Lagerhalle neben der Produktionshalle wird ebenfalls zur Produktionshalle umgenutzt.

Die bisherige Halle im südlichen Bereich, auf der anderen Seite der Durchgangsstraße, wird umgebaut und erweitert zu einer Lagerhalle für den Wareneingang. Daran angebaut werden soll ein kleiner Neubau für Kommunikations-und Sozialräume. Die Lagerhaltung für den Warenausgang soll südlich davon ausgebaut werden. Die Transportfahrzeuge können diesen Platz von der bisherigen Zufahrt der Landstraße her gut erreichen und auch wieder abfahren.

Die baulichen Ausmaße der Erweiterung würden über das derzeitig schon eingeschotterte Gelände nicht weit hinausgehen. Außerdem würde darauf geachtet, dass sich die Betriebsbauten ins Landschaftsbild einfügen.

In den nächsten zwei Jahren

Die Mitglieder des Ortschaftsrates waren mit den Örtlichkeiten und wirtschaftlichen Gegebenheiten und Abläufen vor Ort durchaus vertraut, wie aus der längeren Diskussions- und Fragerunde hervorging.

Im Technischen Ausschuss der Stadt VS dürfte es nach Ansicht von Rüdiger Stehle und Matthias Schöne von der Stadt keine unvorhersehbaren Probleme geben, da in den vergangenen Jahren alle Planungs- und Bebauungsplanverfahren berücksichtigt und eingehalten wurden.

Der Ortschaftsrat empfahl den Projektbeschluss „Bei der Talmühle“ einstimmig. Die Geschäftsleitung der Firma Brüninghoff kann es sich vorstellen, das Vorhaben in den nächsten zwei Jahren zu verwirklichen.