Julian und Marius Oberle spielen seit vier Jahren gemeinsam beim FC Holzhausen. Die Brüder reden im Gespräch mit unserer Redaktion über die Aufstiege, Zweikämpfe im Training und eine besondere Konstellation aus der Vergangenheit.
Die gemeinsame Fahrt zum Training des FC Holzhausen nutzen Julian und Marius Oberle für ein Gespräch mit unserer Redaktion: „Normalerweise sind noch Carlos Konz und Marc Wissmann dabei. Es geht sehr freundschaftlich zu, wir reden über Gott und die Welt“, so die Brüder.
Der Bruder als Faktor
Seit 2019 spielen sie gemeinsam für den FCH. Marius (29 Jahre) wechselte bereits 2018 in den Sulzer Ortsteil, Julian (22) folgte ein Jahr später, als er sogar noch für die A-Junioren spielberechtigt war. „Marius war für mich auch ein wesentlicher Faktor was den Wechsel anbelangt. Ich wollte unbedingt mal zusammen mit ihm spielen“, berichtet der Linksfuß.
Tatsächlich waren die beiden abseits ihrer familiären Verbindung aber schon einmal zusammen im gleichen Team – und zwar in der U15 der TSG Balingen. Beide Brüder durchliefen die Jugendabteilung der Eyachstädter und Marius sammelte bereits früh Erfahrungen als Trainer. „Diese Konstellation war natürlich etwas Besonderes. Das wird uns keiner mehr nehmen“, erläutert der 29-Jährige. Sein Bruder berichtet: „Ich habe ihm viel zu verdanken. Es war eine coole Erfahrung.“
Viele Bekannte
Die Geschwister haben sich in Holzhausen längst bestens eingelebt. Aufgrund der vielen Verbindungen zur TSG Balingen sei die Integration einfach gefallen. „Wir haben schon eine sehr enge Verbindung aufgebaut und sind 24 Freunde im Kader. Der Verein hatte ja lange einen schlechten Ruf, das konnten wir drehen“, sagt der 22-Jährige. Die zwei Aufstiege und der damit verbundene Sprung in die Oberliga seien „Wahnsinn“ gewesen.
Angesprochen auf die größten Stärken des jeweils anderen geben die Fans des FC Bayern München folgendes zu Protokoll: „Julian hat einen feinen linken Fuß und eine super Technik, da ist er mir definitiv voraus.“ Dieser gibt zurück: „,Marius coacht sehr gut und ist ein Sprachrohr der Mannschaft. Er legt in jeder Einheit einen unglaublichen Willen und viel Disziplin an den Tag.“
Wettkampf gerne gesehen
Wenn es im Training zu einem Zweikampf „Oberle versus Oberle“ kommt, könne es schon auch mal hitzig werden. „Da kochen die Gemüter schon mal hoch und keiner zieht gerne zurück. Wir duellieren uns auch gerne beim Tennis und früher haben wir auf der Konsole viel FIFA gegeneinander gespielt.“
In der laufenden Saison kamen beide bisher zehn Mal zum Einsatz. Marius agiert dabei hauptsächlich als Innenverteidiger, Julian spielt ist zentraler Mittelfeldspieler, kam aber auch schon links zum Zug. Der Ältere der Beiden erklärt: „Wir haben zuletzt als Mannschaft eine leicht positive Entwicklung genommen. In den drei verbleibenden Spielen bis zur Winterpause wollen wir unbedingt noch gut punkten. Wir haben gezeigt, dass wir es können.“
Die Partie am Freitag wird sicher auch Thema bei einem der vielen Gespräche sein. Denn eins ist klar: Das nächste Training und die nächste Fahrt kommt bestimmt.“