Die entnommenen Fische werden später einen Kilometer weiter flussabwärts wieder in die Glatt eingesetzt. Foto: Schwind

Bevor die Glatttalbrücke in Hopfau abgebrochen werden kann, müssen die Fische aus dem Wasser gezogen werden. Das passiert jetzt gerade. Die Fische werden an anderer Stelle wieder eingesetzt.

Sulz-Hopfau - Seit Montag ist die Glattbrücke an der Ortsdurchfahrt Hopfau (L 409) für den gesamten Verkehr gesperrt. Dieser wird großräumig über Sulz-Fischingen nach Sulz umgeleitet und so auch ausgeschildert. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Behelfsbrücke freigegeben worden.

Bevor die Glattalbrücke abgebrochen werden kann, sind noch Vorarbeiten zu leisten. Am Montag war ein Expertenteam um den Fischbiologen Chris Pardela in Hopfau im Einsatz und hat im Bereich der Brücke mit der elektrischen Fischbergung begonnen. Erst dann dürfen die Rohre für eine provisorische Brücke in die Glatt eingebaut werden.

40 Zentimeter große Bachforelle

Hauptsächlich waren es Bachforellen, welche mit der Elektrofischerei herausgenommen wurden. "Ich muss einen kleinen Kescher mit 30 Zentimetern Durchmesser verwenden, damit ich die Groppen, welche keine Schwimmblase haben und so nicht durch die kurze Strombetäubung an die Oberfläche kommen, aus den Steinen herauszubekommen", erklärt Pardela und hat im gleichen Augenblick ein ungefähr 40 Zentimeter großes Prachtexemplar von Bachforelle in seinem Kescher.

Die entnommenen Fische werden in einem großen Bottich auf einem Autoanhänger unter Sauerstoffzufuhr zwischengelagert und dann etwa einen Kilometer weiter flussabwärts wieder in die Glatt eingesetzt.

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