Gemütliches Beisammensein im Spitalsaal. Foto: Gukelberger

Im Dornhaner Teilort an der Glatt wirkt ein frommes Gedenken von 1550 bis heute nach. Der Anlass ist allerdings traurig.

Im Gedenken an Hans Marx II. von Bubenhofen und seine verstorbene Gattin fand auch dieses Jahr wieder der „Brottag“ in der Kirche St. Stephanus statt.

 

Der letzte Willen des Stifters von 1550, den Gedenktag zum Tode seiner Frau Catharina von Rechberg, mit drei Gedächtnismessen mit acht Priestern zu feiern, ist nicht erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts schwerlich zu erfüllen.

Vielmehr wurde die Feier fast ausschließlich von den Kindergarten- und Schulkindern gestaltet, was eher der heutigen Zeit entspricht. So wird das Gedenken schon frühzeitig den Kindern vermittelt.

Vorsitzende des Spitals Gerlinde Haibt bei der Brotvereilung. Foto: Gukelberger

Historiker Fritz Peter erklärt zu Beginn der Feier nochmals in kurzen Worten das Geschehen, das sich dieses Jahr zum 475. Male jährte. In seiner Trauer unternahm Hans Marx II. von Bubenhofen die lange und gefährliche, mehr als 1800 Kilometer lange Strecke, nach Santiago de Compostela in Angriff.

Sein Anliegen war vor der langen Pilgerreise, das Heiratsgut seiner verstorbenen Frau wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen, und so stiftete er das Spital zum Heiligen Geist in Leinstetten.

Während des Gottesdienstes sangen die Kindergarten mit Begeisterung und Freude ein Dankeslied, und die Schulkinder lasen die Fürbitten. Den Gesang begleitete Katrin Marte auf dem Akkordeon.

Nach dem Segen werden die Doppelbrötchen von der Vorsitzenden des Spitalvereins, Gerlinde Haibt, und ihren Helferinnen ausgeteilt.

Zum Ende gibt es im Spitalsaal ein Frühstück für alle Teilnehmer. Hier wurde nochmals über das Geschehen diskutiert und in geselliger Runde der Gedenktag gefeiert.