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Brot könnte teuerer werden Agrarhändler Baywa: Dürre in Europa verteuert Weizen stark

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Die Baywa rechnet damit, dass rund um den Globus etwa 736 Millionen Tonnen Weizen geerntet werden - ein Minus von drei Prozent. Foto: Bernd Wüstneck Foto: dpa

München - Die Dürre macht Weizen erheblich teurer. An der für den europäischen Markt maßgeblichen Pariser Warenterminbörse Matif ist der Weizenpreis von Mai bis Ende Juli um 20 Prozent auf über 200 Euro pro Tonne gestiegen.

Das berichtete Klaus Josef Lutz, Vorstandschef des größten europäischen Agrarhändlers Baywa. Außerdem werde die weltweite Erntemenge niedriger ausfallen als im Vorjahr.

Die Baywa rechnet damit, dass rund um den Globus etwa 736 Millionen Tonnen Weizen geerntet werden - ein Minus von drei Prozent.

Was das für den Einzelhandel bedeutet, sagte Lutz in München nicht. Erfahrungsgemäß schlagen steigende Erzeugerpreise beim Weizen jedoch mit Zeitabstand auf die Preise für Brot und sonstige Backwaren durch.

US-Präsident Donald Trumps aggressive Handelspolitik hat offensichtlich unerfreuliche Folgen für die US-Sojabauern in Form sinkender Erzeugerpreise.

Sojabohnen sind einer der wichtigsten Grundstoffe für Tierfutter, China hat US-Soja als Vergeltungsmaßnahme für Trumps Zölle seinerseits mit Strafzöllen belegt. Deswegen kann die Baywa - nach Lutz' Angaben weltgrößter Sojaexporteur - nun vergleichsweise günstig in den USA einkaufen.

Der Baywa selbst machte im ersten Halbjahr ein anderer Effekt zu schaffen: Das Vorsteuerergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 32 Millionen Euro, weil das Geschäft mit erneuerbaren Energien zum Jahresbeginn schlecht lief. Der Umsatz jedoch legte um knapp drei Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zu. Lutz ist für den weiteren Jahresverlauf optimistisch.

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