Mit seinem Charme hat Prinz Harry aber nicht nur Michelle Obama überzeugt, sondern auch etwa 1000 Britinnen, die kürzlich nach dem attraktivsten männlichen Royal befragt worden sind. Das Ergebnis: Prinz Harry schafft es auf Platz eins des Rankings und lässt damit sogar den schwedischen Prinzen Carl Philip hinter sich. Einem Bericht der Daily Mail zufolge sollen die Befragten ihre Entscheidung damit begründet haben, dass Prinz Harry nicht nur ein hervorragender Repräsentant des Königshauses sei, sondern aufgrund seiner roten Haare und seines Dreitagebarts auch besonders attraktiv. Ob das Ergebnis der Umfrage dadurch beeinflusst wurde, dass sie von einer Klinik für Haartransplantate durchgeführt wurde, bleibt offen. Foto: dpa

Einst galt er als Herzensbrecher und Tunichtgut und war für manch einen Skandal berühmt-berüchtigt. Jahre später ist Prinz Harry ein angesehener Repräsentant des britischen Königshauses: Diesen Donnerstag feiert der royale Spross seinen 32. Geburtstag.

London - Prinz Harry, der Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana, feiert am 15. September seinen 32. Geburtstag. Während er in jungen Jahren als Tunichtgut auf sich aufmerksam machte, hat sich der Enkel von Queen Elizabeth II. und derzeit Nummer vier der Thronfolg, längst zum Weltmann gemausert.

Immer mehr scheint er in die Fußstapfen seiner Mutter zu treten und sich für wohltätige Zwecke einzusetzen, wie etwa für die Wiedereingliederung von Kriegsversehrten. In der Vergangenheit schilderte Harry immer wieder, wie sehr ihn seine beiden Einsätze in Afghanistan geprägt haben. Die Invictus-Games für Kriegsheimkehrer mit Behinderungen waren zum Großteil seine Idee, 2013 marschierte er mit Kriegsveteranen aus mehreren Ländern zum Südpol.

Harrys skandalöser Hakenkreuz-Auftritt ist unvergessen

Ausgerechnet bei den Frauen scheint der rotblonde Herzensbrecher die größten Probleme zu haben, obgleich er doch erst kürzlich von der Crown Clinic, einer Klinik für Haartransplantate, zum attraktivsten männlichen Royal gekürt wurde. Wie die britische Zeitung Daily Mail berichtet, sei das Ergebnis auf eine Umfrage zurückzuführen, bei der 1000 Frauen nach dem attraktivsten männlichen Royal befragt worden sind. Prinz Harry soll das Herz der Befragten jedoch nicht allein wegen seines Aussehens, sondern auch wegen seines Charakters gewonnen haben: Die Frauen beschrieben ihn als „lustig“ und als „großartigen Repräsentanten des Königshauses.“

Und dennoch: Für den Mann, dem bei Besuchen in aller Welt die Mädchen zu Füßen liegen und der wie ein Popstar verehrt wird, scheint die Richtige schwer zu finden. Die Beziehung zu Cressida Bonas (25) war das bisher letzte in einer Reihe amouröser Abenteuer des Prinzen. Doch die selbstbewusste Millionärs-Tochter wollte sich nach zwei Jahren On-Off-Beziehung mit dem royalen Spross lieber anderweitig orientieren.

Immer wieder aber berichten britische Boulevardmedien über mögliche Beziehungen des Prinzen, doch keines der jüngsten Gerüchte wollte sich je bestätigen. Vor laufender Fernsehkamera teilte er im Januar 2013 gegen die Zeitungen seines Landes aus, sie würden „nur Müll schreiben, den hoffentlich niemand tatsächlich glaubt“.

Lange Zeit schien es, als sei Harrys Leben ausreichend und halbwegs erschöpfend skizziert, wenn man eine Reihe von Skandalen aneinanderreiht. Unvergessen blieb sein Auftritt mit einem schwarz-weiß-roten Hakenkreuz-Armband auf einem Kostümball. Als die Bilder im Januar 2005 in die Zeitungen gerieten, musste er sich öffentlich entschuldigen. Auch die Nacktaufnahmen beim Strip-Billard mit jungen Schönheiten in einem sündhaft teuren Hotel in Las Vegas 2013 trugen nicht zur Verbesserung von Harrys Image bei.

Prinz Harry kann auch Gefühle zeigen

Der anschließende Afghanistan-Einsatz, scheint die Sturm-und-Drang-Periode des Prinzen beendet zu haben. Beim Militär mittlerweile in der Schreibstube gelandet, nimmt der jüngste Sohn von Prinzessin Diana und Prinz Charles mehr und mehr königliche Termine wahr - und gibt dabei ein durchweg positives Bild ab. Die Queen (90) zählt den „Ersatzmann“ für die Thronfolge zum inneren Kreis der Royals, gemeinsam mit Charles und Camilla, sowie Prinz William und Kate.

Harry ist ganz der lockere Sportsmann, wenn geboten - etwa beim Sprintvergleich mit 100-Meter-Ikone Usain Bolt in dessen Heimat Jamaika. Harry kann aber auch Gefühle zeigen. Einem Reporter des „Daily Telegraph“ soll er bei einem Besuch in südamerikanischen Slums zugeraunt haben: „Gegen das, was diese Kinder mitmachen müssen, ist der frühe Verlust meiner Mutter nichts.“ Die ganze Welt weiß, wie sehr Dianas Tod Harry und seinen Bruder schmerzte. So sprach er im Frühsommer dieses Jahres im Rahmen einer Veranstaltung der Hilfsorganisation "Heads Together" erstmals öffentlich über den großen Schmerz, den er empfunden hatte als seine Mutter starb. Er sprach aber auch darüber, dass er mit seiner Trauer allein gelassen wurde und nie über den Tod seiner Mutter gesprochen hatte.

Längst nimmt die britische Öffentlichkeit dem einstigen Raubein auch Auftritte im feinen Zwirn ab - etwa wenn er gemeinsam mit seinem Vater Charles und Bruder William gegen den Abschuss von Wildtieren in Afrika und Asien eintritt und dazu mit Staatsmännern und Diplomaten aus der ganzen Welt konferiert. Jüngst bezeichnete ihn die amerikanische First Lady Michelle Obama bei der Eröffnung der sogenannten Invictus Games in Florida für verwundete Veteranen als "Prince Charming".

Der Prinz scheint angekommen und die Briten fragen sich, wann in ihrem Königshaus erneut die Hochzeitsglocken läuten werden. Doch zuvor wird dort erst einmal sein Geburtstag gefeiert.

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