Hauptversammlung im Sommer: Die Brigachtaler Narren haben Wetterglück und nehmen draußen Platz.Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Narrenzunft: Maik Friedrich gibt sein Amt auf / Das Prinzip Hoffnung herrscht für die Fasnacht 2022

"Hoorig miau!" war auf der Brigachtaler Höhe wieder einmal zu hören, die heimischen Narren fanden nach der coronabedingten Zwangspause zusammen.

Brigachtal. Ihren Narrenruf lassen sich die Fasnachtsmenschen nicht verbieten, gut gelaunt und mit dem angeordneten Abstand nahm man während der Hauptversammlung im Freien Platz und blickte zurück.

Nach einem normalen Jahr 2019 und einem viel gelobten Zunftball mussten sich auch die lustigen Gesellen überlegen, wie sie mit der Pandemie-Thematik umgehen. Einiges ging auch in der Zunft über den Bildschirm, man verlor sich aber nicht aus den Augen und pflegte die Gemeinsamkeit so gut es eben ging. Beklagt wurde natürlich der Ausfall der realen Fasnet, in Brigachtal sendete man aber Signale, indem Christbäume draußen aufgestellt und passend dekoriert wurden. "Hinter uns liegt eine verrückte Phase, hoffentlich wird es wieder besser", konstatierte Schriftführerin Fabienne Maier nun im Zuge der Hauptversammlung.

Das Gros half sich zurückliegend nach Kräften, die Zunftsenioren schalteten aber komplett herunter. "Wer nichts macht, macht auch keine Fehler. Wir haben einfach nichts gemacht", ließ der Zunftsenior Herbert Hauser mit Blick auf die Altersgenossen wissen und gab deutlich zu verstehen, dass er dieses "C-Wort" langsam nicht mehr hören könne.

Viel zu berichten gab es bei der Zusammenkunft der Narren nicht, spöttische Lacher ergaben sich aber im Zuge der von Alexander Stoeckmeyer präsentierten Kassenberichte. "2019 gab es für uns Bankzinsen von 45 Cent, im vergangenen Jahr sollten es 50 sein", nickte der Kassierer mit hochgezogenen Augenbrauen. "Immerhin noch ein Plus, man kann es auch so sehen. Wir als Gemeinde haben es schon mit Negativzinsen zu tun", merkte der zur Versammlung gekommene Bürgermeister Michael Schmitt an. Aus dem Vorstandstrio wird ein Duo, Maik Friedrich will etwas kürzer treten. Die Fäden laufen fortan nur noch bei Manfred Maier und Günter Obergfell zusammen.

Geärgert hat man sich über eine Farbschmiererei eines noch Unbekannten an der frisch gestrichenen Narrenhalle. Die Beschädigung ist jetzt mit einer Zunftfahne überdeckt.

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