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Brigachtal Wortschatz der "Brigädäler" gesammelt

Von
Christa Strobel mit ihrer Sammlung von Dilalektwörtern. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hella Schimkat

Brigachtal . "D’ Brigädäler verleret ‘s schwätzä." Damit dies nicht passiert, bringt Christa Strobel, die viele Jahre Vorsitzende der Landfrauen war, pünktlich zum Dorffest ihr Büchlein mit den gebräuchlichsten Worten und Ausdrücken aus dem ""Brigädal" auf den Markt.

Auf 70 Seiten findet der Leser eine umfangreiche Wörtersammlung mit Ausdrücken, die die heutige Jugend nicht mehr kennt, schon die Kinder von Christal Strobel wissen kaum noch um dieses Kulturgut. "Ich wollte für spätere Generationen zumindest schriftlich belegen, welchen Wortschatz wir Brigachtaler noch in meiner Jugend hatten", erklärt sie im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. "Unsere Mundart wurde ganz bestimmt durch die lange Zugehörigkeit zu Vorder­österreich geprägt, auch die grenznahe Schweiz hatte einen gewissen Einfluss in unserer doch recht breiten Aussprache", betont sie. Das Büchlein hat sie den Landfrauen zu ihrem 30jährigen Bestehen in diesem Jahr gewidmet.

Schon vor 30 Jahren habe sie damit begonnen, alte Ausdrücke aus dem Dialekt zu sammeln, erklärt sie. Auf die Frage, ob sie Bürger der drei Gemeinden Überauchen, Klengen und Kirchdorf befragt habe, lacht Christa Strobel: "Nein, die Ausdrücke kenne ich alle noch selber." Vor zwei Jahren war sie in einer Reha und hatte endlich Zeit, alles niederzuschreiben. Ihre beiden Enkel Adrian Münch und Sebastian Bächle setzten sich dann an den Computer und tippten fleißig. Auch alte Hausnamen hat Christa Strobel gesammelt, wobei ihr Gerold Häßler für Überauchen, Beate und Walter Seng für Kirchdorf und Hans Käfer für Klengen behilflich waren.

Bei einem Blick in das Büchlein wird es der Pressefrau schwummrig: "Schoazoechä lietä" ist die Totenglocke. Es kommt noch schwieriger: "Schnoggähuschter" ist ein dummer Mensch. "Schädchlä" besdeutet "verstohlen blicken", "Schbachdlä" "schnell essen" "Rabbäditzli" ist ein lustiges Liedchen, "Hiddelegeld" eine verborgene Geldquelle.

500 Büchlein wurden in der ersten Auflage gedruckt. Zu erstehen sind sie am Dorffest, beim Edeka und ab Montag in Mory’s Hofbuchhandlung in der Villinger Rietstraße. Der Reinerlös wird der Feldner Mühle gespendet. Das Titelbild ziert der Martinsturm als Sinnbild für das alte Brigachtal, auf der Rückseite erinnert die große Kastanie an die Vergänglichkeit der Sprache. Christa Strobel möchte, dass die alten Begriffe nicht verloren gehen, daher hat sie sich die Mühe mit dem Büchlein gemacht – damit "d’ Brigädäler s’schwätzä nit verleret".

 
 

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Cornelia Spitz

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