Zum Tag der offenen Kunstwerkstätten vom 5. bis 7. April laden mehrere Künstler ein (von links): Annette Hengstler, Ruth Poschmann, Nicole Simon, Hermann Eckerlin und Sabine Hilker. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

Kultur: Tag der offenen Kunst-Werkstätten in Brigachtal, Villingen und Schwenningen

Im Rahmen des Tages der offenen Kunst-Werkstätten laden vier Künstlerinnen und ein Künstler aus Brigachtal, Villingen und Schwenningen alle Besucher ein, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Brigachtal. So können alle Interessierten von Freitag, 5. April, bis Sonntag 7. April, sehen, woher die Arbeiten kommen und wie sie entstehen.

Am Mittwoch trafen sich die Künstler bei Ruth Poschmann zu einem Fototermin und berichteten, was sie alles für die Kunst-Tour vorbereitet haben. Die Kunst-Tour entstand 2002 in Frankreich, in Deutschland werden seit 2012 die Pforten der Werkstätten geöffnet.

Sabine Hilker kreiert Sommerhüte aus "Twisted Paper", Florentinerstroh, Haarfilz und Wollfilz, aber auch Bollenhüte und historische Hüte entstehen in ihrer Werkstatt.

Nicole Simon stellt Unikatschmuck aus Silber, Gold und Edelsteinen her, bei ihr kann man zuschauen, wie der Schmuck gegossen und geformt wird.

Annette Hengstler hat für ihre Uhren mit dem Thema "Zeitkunst" Gestelle zu Köpfen geschweißt, in der Pupille befindet sich die Uhr – eine ganz originelle Idee. Auch alte Eichenstämme hat sie abgeschliffen, gewachst und geölt, an den Stämmen werden Skulpturen in die Welt schauen.

Ruth Poschmann hat in Raku-Technik aus Ton Übertöpfe und Gartenlichter sowie Gartenblumen und auch Gesichter kreiert. Ihr Mann Reinhard ist der Ofen-Chef, schon morgens früh heizt er den Ofen mit Holz auf 1000 Grad an. Das dauert vier Stunden. Dann werden die Ton-Objekte eine halbe Stunde in den Ofen gestellt und danach abgekühlt. Er mache das schon seit vielen Jahren und habe bis heute zum Glück keinerlei Verbrennungen erlitten, erklärt Ruth Poschmann zufrieden.

Hermann Eckerlin fühlt sich als einziger Mann in der Runde sichtlich wohl. Er ist Metallgestalter und klopft, hämmert und verbiegt Tafelsilber zu Schmuckstücken. Von Anhängern bis zu Ringen und Armreifen gibt es bei ihm eine reiche Auswahl. Für die Ausstellung hat er einen Anhänger als Shopping-Queen hergestellt Hier wurden kleine Gabeln und Kaffeelöffel verarbeitet. Heraus kam eine witzige Figur, bei der sogar das Handtäschchen nicht fehlt.

Die Adressen der Werkstätten der Künstler: Hermann Eckerlin, VS-Schwenningen, Lupfenstraße 23, Annette Hengstler, Brigachtal, Gewerbestraße 23, Ruth Poschmann, Brigachtal, Fichtenstraße 17, Sabine Hilker, Marbach, Ob dem Dorf 1, Nicole Simon, Villingen, St. Georgener Straße 20.

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