Der TC-Vorsitzende Herbert Hirt (von links) freut sich über die 40-jährige Vereinszugehörigkeit von Nelli Schulz. Gerd Ducke engagiert sich fortan als Beisitzer, Kassiererin Carolyn Ducke ist in ihrem Amt bestätigt. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Hauptversammlung: Noch 69 Mitglieder / Anfang Mai sollen die Bälle wieder fliegen / Beiträge bleiben gleich

Der Brigachtaler Tennisclub (TCB) beklagt einen deutlichen Aderlass und will darauf, so gut es geht, reagieren. Aktuell zählt der TCB nur noch 69 Mitglieder, das lässt die Sorgenfalten tiefer werden.

Brigachtal. Ganze 30 Mitglieder haben sich vom "weißen Sport" verabschiedet und das Racket aus den Augen verloren. Club-Vorsitzender Herbert Hirt dazu in der Hauptversammlung im "Sternen": "Wir bemühen uns und wollen diesem Umstand nach Kräften begegnen. Tennis ist bei den jungen Leuten aber auch andernorts nicht mehr so gefragt, zudem gibt es in Brigachtal einfach sehr viele Vereine."

Möglicherweise schrumpft sich der TCB nur gesund, die Alarmglocken allerdings sind vernehmbar, und die Zukunft des augenfälligen Club-Areals könnte tatsächlich einmal in Frage gestellt werden. Herbert Hirt gilt aber als kernige sowie heimatverbundene Frohnatur und versprüht weiterhin Optimismus, im Zuge der Wahlen stellte sich der "Chef" für sein Amt erneut zur Verfügung.

Auf jeden Fall findet der Brigachtaler Tennissport in diesem Jahr nur noch auf drei Plätzen statt, die vierte und fünfte Spielfläche werden stillgelegt.

Der TCB schickt in dieser Saison fünf Mannschaften ins Rennen und stellt sich der Konkurrenz mit 36 aktiven Spielern. Anfang Mai sollen die Bälle wieder fliegen und möglichst selten im Netz hängen bleiben.

Zwölf Kinder wurden beim zurückliegenden Wintertraining gezählt.

Kassiererin Carolyn Duke hatte einen Seitenhieb auf die "große Politik" parat: "Der Nachwuchs ist unter der Woche doch schon komplett eingespannt. Wenn dann überhaupt noch Luft bleibt, sollen sich die Kinder eben für eine einzige Vereinszugehörigkeit entscheiden!"

Diverse technische Probleme will der Tennisclub in den Griff bekommen, mitunter können die Plätze nicht wie gewünscht bewässert werden. Zudem gilt es, alljährlich gut 500 Euro für neue Bälle zu investieren, das klassische "Plop" beim Tennisspiel geht mit Materialabrieb einher und lässt die leuchtend gelben Spielgeräte recht schnell verschleißen. "Wir verzichten jedoch auf die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, es bleibt auch bei der Zahl der zu leistenden Arbeitsstunden!", so Hirt.

Als kommunale Vertreter hatten Markus Rist sowie Olaf Gißler zum Tennisclub gefunden und grüßten in die Reihen. Rist bedankte sich für das Engagement beim Ferienprogramm und bezeichnete den TCB als motiviert. "Zum Gemunkel, dass der Motorsportclub etwas bei euch oben ins Auge fasst, kann ich nichts sagen. Wir von der Gemeindevertretung wissen diesbezüglich jedenfalls nichts", ergänzte Rist.

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