Kinderbetreuung: Umbau innerhalb weniger Monate / Erweiterung auf drei Gruppen voraussichtlich im März
Der Umbau ist abgeschlossen, jetzt kann es losgehen. Freudestrahlend haben die Kinder ihr neues Domizil bezogen: das "Storchennest" in der Schulstraße in den Räumen der ehemaligen Kita "Schlupfwinkel" ist ab sofort wieder geöffnet.
Brigachtal. Neugierig erkundeten die Kinder zusammen mit ihren Eltern und den Erzieherinnen die neu gestalteten Räume sowie den Außenbereich.
"Wir sind glücklich, dass es jetzt losgehen kann. Die Kinder gehen rein und lachen. Wir freuen uns jetzt sehr auf unsere Arbeit hier", so Kita-Leiterin Sandra Boy-Beikirch. "Heller, gut ausgestattet, strukturiert und sehr freundlich wirken die Räume", freut sich Bürgermeister Michael Schmitt, der zusammen mit Sandra Boy-Beikirch die Eröffnung vorgenommen hat. Innerhalb weniger Monate ging der Umbau vonstatten, seit März 2019 waren die "Schlupfwinkel"-Kinder übergangsweise in den Kitas "Froschberg" und "Gaisberg" untergebracht, damit die Handwerker die ehemalige Kita Schlupfwinkel reaktivieren und auf den Stand der aktuellen gesetzlichen Anforderungen des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS) bringen konnten.
Splitterschutzfolien an den Fenstern und Klemmschutz an den Türen
So wurden beispielsweise Splitterschutzfolien auf den Fenstern angebracht und Klemmschutz an den Türen eingebaut. Doch das ist längst nicht alles: Eine deutliche Aufwertung für die Räume bringen die Akustik-Decken, erklärt Ortsbaumeister Patrick Lutz, der die gesamten Bauarbeiten geplant und begleitet hat. Der Waschraum sowie der Schlaf- und Intensivraum wurden umgestaltet und durch eine Wand unterteilt. Auch der ehemalige Lagerraum wurde zu neuem Leben erweckt und kann nun als Gruppenraum genutzt werden. Ein eigener Bewegungsraum und die unmittelbare Nähe zur Turnhalle nebenan ergänzen das Angebot. Neu gestaltet ist auch der Außenbereich: Rutsche und Schaukel sowie Sandkasten dürfen nicht fehlen.
Lobend hob Bauamtsleiter Patrick Lutz sowohl die beteiligten Handwerker als auch den Bauhof hervor, der neben dem Außenbereich auch viele Arbeiten innen in Eigenleistung umsetzen konnte. Auch Bürgermeister Schmitt richtete seinen Dank an alle Beteiligten "für das begeisternde Anpacken und das Einbringen zur Umsetzung des Projekts".
Gemeinde-Mitarbeiterin Elke Obergfell widmete sich nicht nur der Aufgabe, die Einrichtung genehmigungsfähig zu beantragen, sondern kümmerte sich auch um die personelle Ausstattung. Das gesamte Team besteht aus Leiterin Sandra Boy-Beikirch und den Erzieherinnen Rebecca Guhl, Celina Witte, Katharina Göller, Martina Maier sowie "Küchenfee" Gabi Hirt. Zwei Erzieherinnen pro Gruppe werden die Betreuung übernehmen, über die Mittagszeit unterstützt von Simone Dobmeier, die zwischen der Kita Gaisberg und der Kita Storchennest pendelt.
Ab September werden nun 23 Kinder hier betreut, monatlich kommen mehr hinzu. Voraussichtlich ab März werden es bereits über 30 sein, dann steht schon die Erweiterung von zwei auf drei Gruppen an. Das zeigt, dass der Betreuungsbedarf in Brigachtal weiterhin groß ist und der Positionierung der Gemeinde Brigachtal entspricht: Familienfreundlichkeit, Bildung und Betreuung werden in Brigachtal groß geschrieben, das betonte Michael Schmitt in seiner Ansprache erneut.
Mit der Wiederbelebung des ehemaligen Schlupfwinkels wurden nun die geforderten Kapazitäten geschaffen, auch der Gemeinderat habe sich mit voller Unterstützung dafür eingesetzt, so Bürgermeister Michael Schmitt. Mit der Eröffnung der Kita Froschberg und dem Umzug der Kinder in den Neubau im November 2016 wurde zunächst in Erwägung gezogen, das Gebäude der Kita Schlupfwinkel zu verkaufen. Doch schnell wurde klar, dass es eng wird. Die sechste Gruppe wurde inzwischen in der Kita Froschberg geöffnet, die vierte in der Kita Gaisberg. Der Gemeinderat beschloss daraufhin, auch die ehemalige Kita Schlupfwinkel zu halten. Am 1. September werden mit voraussichtlich 234 Kindern rund 87% der Plätze belegt sein, der höchste Belegungsstand nach heutigen Erkenntnissen wird am 1. März 2020 mit 250 belegten Plätzen und einer Auslastung von 93% erreicht sein. Die Gesamtkosten der Umbauarbeiten des Schlupfwinkels, jetzt Storchennest belaufen sich auf insgesamt 200 000 Euro, 47 000 Euro Fördergelder flossen vom Bund.