Die noch junge Formation "Katzejomer" wird mit jedem Auftritt besser und gewinnt auf der Zunftball-Bühne abermals an Sicherheit. Fotos: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Brauchtum: Klengener Sport- und Festhalle bei Zunftball gut besucht

Brigachtal. Der Ball der "hohen närrischen Zunft zu Brigädal" war prima besucht, sodass die Gäste in der Klengener Sport- und Festhalle enger zusammenrückten. Satte 20 Programmpunkte wurden geboten, die Narrenzunft ließ sich nicht lumpen. Da waren Sitzfleisch und Rückgrat erforderlich, die Schunkelrunden sollten ihren Zweck in doppelter Weise erfüllen und auch die Muskulatur lockern.

"Hoorig miau" und "Das war spitze!" durchzogen den langen Zunftball-Abend immer wieder. Beim Brigachtaler Stelldichein auf halber Höhe sah man viele gelöste Fasnets-Gesichter, und natürlich wurde kräftig geklatscht, "gejohlt" und in anerkennender Weise gepfiffen. Den jungen Semestern kamen Platz und Zeit zu, vor allem die Mädels der Mini-Garde wuselten nicht allein auf den besonderen Brettern und während ihres Auftritts hin und her.

Traditionell begann das Programm mit dem Strohmann-Tanz, einmal mehr konnten die Besucher am grundsätzlich schlichten und gleichsam voluminösen und damit eben beeindruckenden Häs Gefallen finden. Verbundenheit zu Land, Leuten und der Landwirtschaft, ein kräftiger Schuss Mystik – Brigachtaler Strohmänner eben.

Selina Weißer und Christian Stöckmeyer verpassten dem Programm wiederholt Würze und gefielen als Ansage-Duo. Die beiden Akteure haben ordentlich Herzblut in den Ballabend gesteckt und mussten die intensivste Vorbereitung absolvieren.

Nach der Pause stiegen die "Modernen Trommler" unter der Leitung von Anja Parsiegla ein, gespannt durften die Gäste auf die im Kasperle-Theater von Jens Oberföll und Urs Neidhart gebotenen Brigachtaler Interna sein.

Schließlich war der Elferrat an der Reihe und hatte Selbsthilfemaßnahmen bei Phobien parat, zum zündenden Finale ergaben sich viele Schulterschlüsse, und ein gelungener Fasnets-"Oabäd" klang nach und nach aus.

Eine Wirtschaft mit dem Angebot Essen wie zu Hause! Oh, da kehren wir lieber nicht ein.  Was ist weiß und rollt den Berg hinauf? Eine Lawine mit Heimweh.  Ich wollte von der guten Fee zwei Millionen in kleinen Scheinen, nicht zwei Melonen und zehn Schweine. Konnte ich ahnen, dass die Fee schwerhörig ist? Frauen gehen genauso häufig fremd wie Männer, wir Frauen stellen uns aber nicht so doof an.  Früher hieß meine Bodylotion Nivea, heute Voltaren.  Ich habe mir schon überlegt, ob ich als Abschreckung für Einbrecher meinen Kontoauszug an die Haustür heften soll.

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