Die Bürgerinitiative Brigachtal reizt die Listenplätze aus und stellt im Kommunalwahljahr folgende Kandidaten (von links): Lothar Bertsche, Andreas Klink, Walter Simon, Brita Krebs, Markus Rist, Stefan Mink, Olaf Faller, Marius Effinger, Miriam Stebinger, Andreas Käfer, Patrick Bucher, Andreas Hirt, Lothar Bucher und Remy Bourbon. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunalwahlen: Bürgerinitiative Brigachtal tritt mit 14 Kandidaten an / Faltblatt für alle Haushalte in Arbeit

Die nunmehr seit 44 Jahren eingetragene Bürgerinitiative (BI) Brigachtal präsentiert sich wach sowie engagiert und hat die am 26. Mai stattfindenden Kommunalwahlen im Blick. Ein aktuelles Informations-Faltblatt ist in Arbeit und wird nach Fertigstellung an die Haushalte verteilt.

Brigachtal. Der ehedem für die Unabhängigen Bürger ins Rennen gegangene Lothar Bucher hat sich nun der Bürgerinitiative angeschlossen und vorab ein Gespräch mit BI-Sprecher Markus Rist geführt, dieser sieht im Wechsel kein Problem: "Das ist legitim, Gemeinderatswahlen sind ja stark persönlichkeitsbezogen. Ich habe Lothar das Angebot gemacht, er hat angenommen." Bei der Nominierungsversammlung im Sternen wartete die Initiative mit 14 Kandidaten auf, eine besondere Kennzeichnung von Listenplätzen gibt es nicht. "Wir präsentieren uns hier gleichrangig, heute soll einfach jeder Kandidat kurz umreißen, was ihm kommunal wichtig ist", betonte Rist.

Olaf Faller macht sich für das Gewerbegebiet Kreuzäcker und eine Osttangente stark, der 51-jährige Maschinenbautechniker strebt zudem ausgeglichene Haushalte und eine weitere Verkehrsberuhigung an. Andreas Käfer will eine nachhaltige und moderate Gemeindepolitik, der ebenfalls 51-jährige Industriemeister würde sich als Vertreter im Gemeinderat besonders für die Vereine stark machen. Der 35-jährige Gebietsverkaufsleiter Andreas Klink hat die Klein- und Schulkindbetreuung im Blick, auch ihm sind ausgeglichene Gemeindehaushalte wichtig. Lothar Bucher will allgemein eine liebenswerte Gemeinde Brigachtal, der 59-jährige Kaufmann bilanziert zwei Jahre im Gemeinderat und hat damit schon Erfahrungen am Ratstisch gesammelt.

Auch Miriam Stebinger will sich für die Kinderbetreuung stark machen, die 37-jährige Erzieherin legt das Augenmerk zudem auf junge Familien. Mit erst 24 Jahren wirft Marius Effinger seinen Hut in den Ring, der Student setzt seinerseits auf die Kreuzäcker-Entwicklung und möchte sich bei der Jugend- und Vereinsarbeit engagieren. Bezüglich Kreuzäcker verhält sich Walter Simon konträr zu seinen BI-Kollegen, für den 58-jährigen Bautechniker käme die Gewerbegebietsausweisung gar einer "ökologischen Katastrophe" gleich. Umwelt, Natur und die Verkehrsführung sind Simon wichtig, als Vertreter im Gemeinderat würde er ein Auge darauf werfen, dass in Brigachtal mit Bauflächen sorgsam umgegangen wird. Patrick Bucher lässt sich als jüngster BI-Kandidat aufstellen, der 23-jährige Elektroniker sieht sich als Kreuzäcker-Befürworter und möchte noch mehr Bürger in die Vereinslandschaft integrieren. Remy Bourbon ist das allgemeine Miteinander wichtig, der 61-jährige Betriebstechniker will die Generationen quasi unter einem Hut haben. Bourbon tritt für Ressourcenschonung ein, die Vereine bilden für ihn das Rückgrat einer Gemeinde.

Der 32-jährige Landwirtschaftstechniker Stefan Mink strebt solide Finanzen an und hat die jungen Familien im Blick, als Landwirt wolle er auch schlicht und ergreifend in seiner Gemeinde Brigachtal bleiben können. Lothar Bertsche nimmt bereits seit einer Dekade am Ratstisch Platz und ist ebenfalls ein Kreuzäcker-Befürworter. Bildung, Betreuung und Infrastruktur sind für ihn Stichwörter, der 62-jährige Mechanikermeister möchte zudem die Brigachtaler Senioren im Auge behalten. Brita Krebs ist primär wegen ihres Engagements für die heimische Leichtathletik- und Turngemeinschaft (LTG) bekannt, die 52-jährige Betriebswirtin hat deren Vorsitz seit 13 Jahren inne. In Brigachtal soll gut gewohnt und gelebt werden können, auch die älteren Semester sollten ihren Platz behalten dürfen. Selbstverständlich macht sich Brita Krebs ihrerseits für die Vereinsarbeit stark.

Der 46-jährige Vermessungstechniker Andreas Hirt will insbesondere die Land- und Forstwirtschaft vertreten. Er sei zwar kein Landwirt, habe jedoch etliche dahingehende Kontakte. Was die Erfahrung im Gemeinderat angeht prescht Markus Rist voran, der Bürgermeister-Stellvertreter ist nun schon ganze 27 Jahre dabei. Dem 51-jährigen Landwirt sind die Ortskernsanierungen wichtig, auch Überauchen solle einen guten Abschluss haben. Entsprechend seines Berufes ist Rist des Weiteren der richtige Mann bei der Flurneuordnung, wachsam will er die Maßnahmen in Klengen und Kirchdorf beobachten und begleiten.

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