Der FC-Vorsitzende Frank Ritzmann leitet eine proppenvolle Hauptversammlung. Vor dem Pult finden sich Materialproben, der Brigachtaler Kunstrasen soll noch in diesem Jahr eingeweiht werden. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Fußballclub: Von einem "Jahrhundertprojekt" gesprochen / Spatenstich im Juni geplant

Brigachtal (flo). Der Kunstrasenbau (wir berichteten) beschäftigt den FC Brigachtal quasi täglich, im Zuge der Hauptversammlung wurde nun von einem "Jahrhundertprojekt" gesprochen.

Das Kunststoff-Grün soll noch in diesem Jahr ausgebracht sein, mehrere kleinere Vorhaben bezüglich der Sportstätten addieren sich dazu. Bislang brachte der Parzellenverkauf knapp 59 000 Euro ein, rund 200 000 Euro hat der Verein noch zu stemmen. Die Vorarbeiten sind im Januar angelaufen, wiederholt wurden unter anderem die Motorsägen angesetzt. Läuft alles nach Plan, erfolgt der Spatenstich Mitte Juni, in der Folge sind die heimischen Kreisligisten auf einem für sie zunächst ungewohnten Geläuf zugange. Während der sehr gut besuchten Hauptversammlung präsentierte der FC-Vorstand weitere technische Details zum Kunstrasen, dieser soll eine Oberflächenfüllung mit Naturkork bekommen. Dem häufig verwendeten schwarzen Füllgranulat erteilt man in Brigachtal eine Absage, die kleinen und von geschredderten Autoreifen stammenden Gummipartikel würden an den Kickschuhen haften und müssten immer wieder abgeklopft werden. Zudem sei Kork ein seiner Funktion beim Kunstrasenbau voll gerecht werdendes Naturmaterial.

Das Thema Kunstrasen treibt den FC um, selbstverständlich aber muss der ganz normale Sportbetrieb weiterlaufen. Nach dem Abstieg in die Kreisliga A nimmt sich der Club den sofortigen Wiederaufstieg vor, für die "Erste" steht damit eine anstrengende Restsaison an. Die Voraussetzungen für eine neuerliche Präsenz in der Bezirksliga scheinen gegeben, der FC Brigachtal kommt als überdurchschnittlich gut geführter und strukturierter Sportverein daher. "Wir haben momentan in allen Bereichen Hochkonjunktur und sind am Limit, ich möchte unseren eigentlich noch jungen Verein an dieser Stelle wirklich loben!", so der FC-Vorsitzende Frank Ritzmann.

Durchgehend sorgenfrei ist aber auch der Club nicht, die Zahl der Nachwuchstrainer könnte größer sein. Verschwiegen wurde bei der Hauptversammlung nicht, dass ein ehrenamtlicher Jugendtrainer monatlich rund 30 Stunden seiner Freizeit opfern muss, mit Blick auf die Übungsleiterpauschale ergibt sich daraus jedoch ein kleiner Nebenerwerb.

Drei aktive Mannschaften, 154 Nachwuchskicker, 66 aktive Altherren-Fußballer, viele Passive und ein insgesamt stimmiges Vereinsleben mit gesellschaftlichen Akzenten – in Brigachtal ist man in Sachen Fußball gut aufgehoben. Hin und wieder gelingt auch der Durchbruch, als heimisches Schiedsrichter-Aushängeschild sei Tobias Doering genannt. Der Unparteiische ist in der Regionalliga angekommen und assistiert in der dritten Liga, Doering darf sich damit als Halbprofi bezeichnen.

Nach 40-jähriger Vereinszugehörigkeit sind Bernhard und Hans Bosch, Manfred, Gerhard und Roland Bucher, Peter Häßler, Werner Münch, Hans Rau sowie Klaus Seidel Ehrenmitglieder.

Die silberne Ehrennadel tragen fortan Daniel Bucher, Philipp Heber, Markus Schultis, Georg Steidle und Sascha Weißhaar, das Quintett ist dem FC Brigachtal seit 25 Jahren verbunden.

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