Stromerzeugung aus Sonnen­energie auf genossenschaftlicher Basis stieß bei etlichen Bürgern Brigachtals auf Interesse. Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder-Bote

Bürger wollen mehr wissen über kommunale Projekte zur Stromerzeugung

Von Georg Kaletta

Brigachtal. Rund 200 Genossenschaften zur Erzeugung von Strom aus Windkraft und Solarenergie wurden im vergangenen Jahr in Deutschland gegründet, was vom Interesse der Bevölkerung an alternativen Energieträgern zeugt. Die den Genossenschaften beigetretenen Bürger engagieren sich somit finanziell, um die Energiewende voranzutreiben.

Ein Dutzend Brigachtaler Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, sich über eines dieser Genossenschaftlichen Geschäftsmodelle zu Informieren. Die Initiative dazu ging vor Remy Bourbon aus, der selbst an alternativen Energien interessiert ist. Als fachkundigen Referenten konnte er dafür den Vorsitzenden der Bürgersolar Hochrhein eG, Martin Völkle gewinnen.

Wie von Völkle zu hören war, wurde die Genossenschaft Bürgersolar Hochrhein im Februar gegründet und zählt bereits 102 Mitglieder. Das Stammkapital beträgt 250  000 Euro. Bislang konnte auf die Aufnahme von Fremdkapital verzichtet werden. In den vergangenen drei Monaten wurde Solaranlagen auf den Dächern vom Bürgerheim in Rheinfelden, dem Clubheim des Tennisclubs Herten und dem Gemeindezentrum Echsel erstellt und in Betrieb genommen. Eine vierte Genossenschaftsanlage auf dem Haus der städtischen Wohnbau in Rheinfelden befindet sich gegenwärtig in der Umsetzung.

Alle Flächen wurden von der Genossenschaft gepachtet. Verwendet wurden bei der Installation der Anlagen durchweg Module aus deutscher Fabrikation. Erbaut wurden die Anlagen von einheimischen Betrieben, womit die Wirtschaft gefördert wurde. Da der Vorstand ehrenamtlich tätig sei, fallen keine Gehälter an. Obwohl die Förderung von Solaranlagen von der Bundesregierung reduziert wurde, sei die Stromgewinnung aus Sonnenenergie immer noch rentabel, da auch die Anschaffungskosten für die Anlagen seit 2006 stetig sanken.

Für die Genossenschaftsmitglieder erwartet der Referent eine jährliche Rendite zwischen vier und fünf Prozent. Seiner Einschätzung nach werde der Solarstrom bald billiger sein als die derzeitige Erzeugung von Haushaltsstrom aus den herkömmlichen Energieträgern.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: