Die Stimmenauszählung in Wildberg zeigte auch, wie die Ortsteile wählten. Foto: Matthias Buchner

In Wildberg konnte fast überall die CDU die meisten Stimmen gewinnen, gefolgt von der AfD und dann den Grünen. Wäre es nach den Briefwählern gegangen, sähe das etwas anders aus.

In den sieben Wahllokalen der Stadt Wildberg sind die Ergebnisse teils sehr ähnlich. An der Spitze standen CDU und AfD – mal mehr, mal weniger weit auseinander.

 

Kernstadt

Wäre es nach den Wählern in Wildberg Mitte, also in der Stadthalle, gegangen, hätte die AfD mit 27,5 Prozent der Stimmen den Löwenanteil geholt. Gefolgt wäre die CDU (25,1 Prozent) und die Grünen (23,6 Prozent). Die Fünf-Prozent-Hürde schafften noch die SPD und die FDP. Ganz anders sah es bei der Personenwahl aus: 30,7 Prozent bescherten in diesem Lokal CDU-Mann Carl Christian Hirsch den Sieg, gefolgt von Miguel Klauß (AfD) mit 28,3 Prozent.

In Wildberg West, also in der Sporthalle, wollten 39,9 Prozent der Wähler Hirsch im Amt sehen, 27,6 Prozent hatten für Klauß gestimmt. Während Thomas Hanser (Linke, 2,7 Prozent) und Johannes Feldmann (FDP, 2,4 Prozent) schlecht abschnitten, gab’s für Fynn Rubehn von den Grünen immerhin noch 15,4 Prozent und für Daniela Steinrode (SPD) 11,9 Prozent. Ähnlich bei den Zweitstimmen: 34,2 Prozent für die CDU, 27,2 Prozent für die AfD, 24,8 Prozent für die Grünen. Die SPD schaffte es mit 5,4 Prozent grade noch über die fünf Prozent.

In Wildberg Ost, also im evangelischen Gemeindehaus Wächtersberg, hatte Hirsch mit 37,7 Prozent die Nase vorn, die CDU mit 32,9 Prozent ebenfalls. 28,3 wollten Klauß sehen, die AfD selbst erhielt 29 Prozent, 18,6 Rubehn, die Grünen erhielten 23,7 Prozent.

Gültlingen

In Gültlingen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Klauß und Hirsch ab. Zuletzt gewann der CDU-Mann mit 31,6 gegen 29,6 Prozent des AfD-Kandidaten. Auch bei den Zweitstimmen gab es nur eine hauchdünne Mehrheit: 28,7 für die CDU, 27,6 Prozent für die AfD. In beiden Fällen auf dem dritten Platz: Die Grünen mit 23,9 Prozent für die Partei und 19,3 Prozent für Kandidat Rubehn.

Effringen

Hirsch gewann den Ort mit 36,5 Prozent, abgeschlagen dahinter 26,3 Prozent für Klauß. Rubehn (Grüne) und Steinrode erhielten immerhin noch 16,2, beziehungsweise 10,8 Prozent. Bei den Zweitstimmen sah es noch mal anders aus: CDU und AfD blieben mit 31,1 und 26,9 Prozent recht nah am Erststimmen-Ergebnis, während die SPD mit 5,7 etwa nur die Hälfte der Stimmen für sich deklarieren konnte. Die Grünen verbesserten sich im Verhältnis auf 22,8 Prozent.

Die Wahlhelfer zählen die Stimmen. Foto: Matthias Buchner

Schönbronn

Auch in Schönbronn konnte Carl Christian Hirsch (CDU) 37,4 Prozent auf sich vereinen, Miguel Klauß (AfD) erhielt 27,9 Prozent, Fynn Rubehn (Grüne) 15,1. Daniela Steinrode (SPD) überzeugte 12,5 Prozent der Wähler in Schönbronn. Jeweils vier Personen stimmten für Thomas Hanser (Linke), Johannes Feldmann (FDP) und Markus Bender (Bündnis C) und machten damit jeweils 1,9 Prozent aus. Bei den Zweitstimmen war die CDU nur hauchdünn vorn: 28,8 Prozent, 0,3 Prozentpunkte dahinter die AfD. Die Grünen schafften Platz 3 mit 25,5 Prozent. Auffällig hier: Die Freien Wähler waren mit 4,5 im Vergleich zu den anderen Stadtteilen recht stark.

Sulz am Eck

Ziemlich deutlich fiel die Sulzer Vorliebe für die CDU auf. Für Kandidat Hirsch gab’s 45,5 Prozent, Klauß auf dem zweiten Platz erhielt lediglich 23,5 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen: 44,4 Prozent für die CDU, die AfD halb so stark mit 22 Prozent. Lediglich die Grünen hätten nach Sulzer Wahl die Fünf-Prozent-Hürde gewuppt (16,5 Prozent), in der Direktwahl rangierte Kandidatin Steinrode noch mit 9,4 Prozent hinter dem Grünen Rubehn (13,2 Prozent).

Um 18 Uhr schlossen die Wahllokale, und die Auswertung konnte starten. Foto: Matthias Buchner

Briefwähler

Wär’s nach den Briefwählern in Wildberg gegangen, hätte die CDU die Wahl sehr deutlich gewonnen und die AfD wäre vom zweiten auf den dritten Platz abgerutscht. 38 Prozent im Bezirk 1, 35,6 Prozent im Bezirk 2, 40,7 Prozent im dritten. Im ersten Bezirk schafften es die Grünen (27,3 Prozent) vor die AfD (14,8 Prozent), genauso im zweiten Bezirk: 23,8 Prozent für die Grünen, 17,9 Prozent für die AfD und 22 Prozent im dritten, wo die AfD 18,5 Prozent für sich einsammeln konnte.

Anders bei der Erststimmenwahl: Lediglich im ersten Bezirk lag Fynn Rubehn (Grüne) vor Miguel Klauß (AfD), in den anderen beiden rangierte der AfD-Kandidat auf dem zweiten Platz, stets weit hinter CDU-Mann Carl-Christian Hirsch