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Breuninger Streit um Betriebsrat verschärft sich

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Wurde eine Sitzung des Unternehmens Breuninger abgehört? Foto: Daniel Moritz

Stuttgart - Im Streit um einen angeblichen Lauschangriff verhärten sich die Fronten zwischen dem Kaufhaus Breuninger und der Gewerkschaft Verdi. Das Unternehmen behauptet, eine Betriebsrätin der Verdi-Liste habe während einer Sitzung versucht, mit einem Handy Gespräche aufzuzeichnen. Die Betroffene und die Gewerkschaft bestreiten das vehement. Verdi wirft stattdessen Breuninger vor, mit allen Mitteln gewerkschaftlich organisierte Betriebsräte loswerden zu wollen. "In deren Betriebsrat herrschte bisher offene Kumpanei zwischen den Mitgliedern und der Geschäftsführung", sagt Verdi-Bezirksgeschäftsführer Bernd Riexinger, "vernünftige Arbeit geleistet wird dort nicht."

Die betroffene Mitarbeiterin, die 20 Jahre lang im Breuningerland Sindelfingen gearbeitet hat, hat inzwischen bereits die zweite fristlose Kündigung bekommen. Dagegen klagt sie. Verdi hält die Chancen auf Wiedereinstellung für hoch und hat außerdem Klage eingereicht, weil man Verdi-Betriebsräten die Freistellung von ihrer Arbeit verweigere. "Außerdem streben wir ein Amtsenthebungsverfahren gegen einzelne Betriebsratsmitglieder sowie den Vorsitzenden an", sagt Riexinger. Grund seien schwere Versäumnisse, etwa nichtabgehaltene Sitzungen. Druck macht die Gewerkschaft zudem über Solidaritätsbekundungen von Mitarbeitern anderer Firmen. Heute will man ein Solidaritätskomitee gründen, dem kirchliche und politische Vertreter angehören sollen. Sie sollen Breuninger auffordern, die Kündigung zurückzunehmen. "Wir hoffen noch, dass sich Breuninger einsichtig zeigt", sagt Riexinger.

Bei Breuninger wollte man sich am Dienstag nicht zu den Vorwürfen äußern. Man werde sie prüfen und danach Stellung nehmen, so ein Sprecher. Bisher hat das Unternehmen stets betont, man habe ein sehr gutes Betriebsklima, der Betriebsrat arbeite korrekt und konstruktiv. Stattdessen wolle Verdi das Unternehmen in eine Kultur des Misstrauens drängen.

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