Thomas Grimm, geschäftsführender Gesellschafter der GVS-Unternehmensgruppe, zeigt hier das Konzept für ein Seniorenzentrum und Ärztehaus in Bad Kissingen. Für das Projekt in Rottweil steht nun der Architektenwettbewerb bevor. Foto: Otto

Rund 35 Millionen wird die GVS-Unternehmensgruppe in Rottweil investieren: Das Breucha-Areal wird neu bebaut. Im Gespräch gibt der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Grimm Einblicke in die Planungen – und in viele weitere Projekte der GVS.

Die GVS hat ihren Sitz in der Schramberger Straße in Rottweil. Hinter der Fassade der schmucken Gründerzeitvilla geht es nicht nur um viel Geld, sondern um die Umsetzung neuer Ideen, um perfekte Konzepte und mitunter um ganz neue Impulse für Städte und Gemeinden. Und wenn Geschäftsführer Thomas Grimm von den Projekten der GVS im In- und Ausland spricht, wird viel Leidenschaft spürbar.

 

Projekte im In- und Ausland

Nur einige Beispiele: In Bad Kissingen erweckt die GVS einen Alten Schlachthof mitten in der Stadt mit einem spannenden Konzept zu neuem Leben und baut gleich noch das Alte Postgebäude zu einem Ärztehaus plus Seniorenzentrum um, in Schwenningen wurden jetzt 163 Micro-Appartements realisiert, in Waiblingen-Beinstein hat die GVS jüngst ein neues Seniorenzentrum mit 30 Pflegeplätzen und 16 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen an das DRK übergeben – und in Litauen ist die GVS an der Planung und Umsetzung eines der größten Windparks in Zentraleuropa beteiligt.

Mehr als 700 Millionen Euro Kundengelder werden betreut

Doch was genau ist die GVS? „Wir betreuen für vermögende Kunden und Family Offices mehr als 700 Millionen Euro – nicht nur in Immobilienwerten, sondern auch in erneuerbaren Energien und Kapitalanlagen“, so Thomas Grimm. Das ganze Portfolio in Kürze zu umreißen, ist kaum möglich. Die Zeichen stehen jedenfalls auf Wachstum, was sich auch daran zeigt, dass am Firmensitz aktuell auch die letzte Etage der Stadtvilla zu Büroräumen umgebaut wird. Zu den 22 Mitarbeitern werden in Kürze weitere hinzukommen.

Konzept hat überzeugt

Seit Anfang des Jahres hat die GVS nun ein Projekt direkt in Rottweil ins Visier genommen – und mit ihrem Konzept überzeugt. Die Unternehmensgruppe hat im Investorenauswahlverfahren den vorläufigen Zuschlag für die Bebauung des Breucha-Areals zwischen Landratsamt und Stadthalle bekommen. Die Stadt spricht von einem „Quartier der Generationen“, das dort an der Heerstraße entstehen soll. Doch was steckt dahinter? Thomas Grimm gibt im Gespräch mit unserer Redaktion genaueren Einblick, betont dabei aber auch , dass es sich um das erste Entwurfskonzept handelt.

Das ehemalige Breucha-Areal am Kreisverkehr Heerstraße/Stadionstraße wird neu bebaut. Foto: Otto

Pflege, Betreutes Wohnen und WG

Realisiert werden sollen in dem neuen Gebäudekomplex 45 Pflegezimmer für die Pflegegruppen eins bis drei sowie 15 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen. „Auch ein Ort für Begegnung soll entstehen“, sagt Grimm. Vorstellbar sei, diesen auch für Vereine oder generationsübergreifende Veranstaltungen zu öffnen. Außerdem geplant ist eine Tagespflege mit 15 Plätzen auf einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern sowie – das ist neu – die Einrichtung zweier Kinderbetreuungsgruppen für Unter-Dreijährige. Jung und Alt finden sich dann also doch unter einem Dach – und begegnen sich darüber hinaus im besten Fall auch in der Anlage.

Etliche Betreiber interessiert

Doch wer wird das neue Seniorenzentrum betreiben? Hier gebe es bereits einige Interessenten, sagt der GVS-Geschäftsführer, der dank vieler ähnlicher Projekte auf gute Kontakte zurückgreifen kann. Unter anderem arbeite man vertrauensvoll mit dem DRK zusammen, auch dies sei nun beim Projekt auf dem Breucha-Areal ein Ansprechpartner.

Ganz soweit ist es allerdings noch nicht. Zunächst steht noch der Architektenwettbewerb an. „Wenn alles gut läuft und der Architektenwettbewerb nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt, dann erwarten wir den Baustart für Ende 2024 / Anfang 2025 und Fertigstellung ein gutes Jahr später, so gegen Mitte 2026“, sagt Thomas Grimm.

Potenzial im Postgebäude

Parallel dazu treibt die GVS viele weitere Projekte voran. Alte Postgebäude haben es Investor Grimm aktuell besonders angetan – diese zeichnen sich durch ihr meist hervorragende Lage und viel Potenzial aus. Auch das Postgebäude in Rottweil gehört der GVS zusammen mit einigen wenigen Mandanten. Ab Sommer, so verrät Grimm, wird es noch zu 60 Prozent vermietet sein, 40 Prozent der Flächen sind dann frei. Der Anbau eines modernen Treppenhauses links außen am Gebäude soll einen weiteren Zugang schaffen und damit die Attraktivität steigern. Auch hier gibt es dann Platz für viele neue Ideen.