Am 6. Februar wird an der Heidelbergstraße in Bisingen offizielle Eröffnung gefeiert. Medizinische Betreuung für Pferde und Rinder vor Ort in den Ställen.
Rema Vet“ steht für: Recke Madita Veterinärmedizin. In ihrer ersten eigenen Praxis in der Heidelbergstraße 54 in Bisingen neu angesiedelt hat sich jetzt die Tierärztin Madita Recke. Offizielle Eröffnung feiert die 44-Jährige am Freitag, 6. Februar, mittags von 14 bis 18 Uhr. Mit Cocktails (mit und ohne Alkohol) für die kleinen und großen Gäste, mit einer „Kuscheltiersprechstunde“ und mehr.
Wobei: Die ersten Terminsprechstunden fanden (und finden) bereits statt, dazu Impfungen, Wurmbehandlungen, Blutuntersuchungen…
Und: Schon jetzt kann man sich online registrieren mit seinem Tier – ergänzend warten Social-Media-Auftritte auf Instagram und Facebook mit aktuellen Informationen auf.
Für kleine und große Tiere
Der Lebenslauf von Madita Recke liest sich äußerst bemerkenswert. Geboren in Freudenstadt, studierte sie Veterinärmedizin an der Uni Gießen – wobei sie ihr erstes Studienjahr in Budapest absolvierte. Es folgten zahlreiche berufliche Stationen. Nach dem Studium zog es Madita Recke im Rahmen ihrer Promotion zunächst an die Uni Tübingen in die Herz-, Gefäß- und Thoraxchirurgie. Darauf ging es für sie zurück in den Schwarzwald, an die Schwarzwaldtierklinik Neubulach. Nächste Station war Sindelfingen. Dort arbeitete sie als leitende Tierärztin in einer Praxis für Kleintiere. Das tat sie darauf auch in Calw, jedoch betreute sie dort zusätzlich Großtiere, also Pferde und Rinder.
2017 wechselte Madita Recke in die Pharmaindustrie – und war in dieser Branche tätig bis Dezember 2024. Ihr Aufgabenbereich: die Immunologie, und hier die fachärztliche Beratung und Studienbetreuung. Wo? An den Standorten Ludwigshafen und später Balingen. In den vergangenen zwei Jahren war die 44-Jährige darüber hinaus in der Pferdemedizin teilselbstständig; dazu kamen Vertretungen in einer Albstädter Kleintierpraxis.
Fokus auf Pferdedermatologie
Auch künftig wird Madita Recke (nicht nur) jene Pferde weiterversorgen, die ihr bereits anvertraut sind. Dafür wird sie mittwochs vor Ort in den Ställen „unterwegs“ sein. Ihr Fokus liegt dabei auf der Pferdedermatologie. Die befasst sich mit Hautkrankheiten wie Infektionen (Pilze, Bakterien), Parasitenbefall (Milben), Allergien und Tumoren. Überhaupt, erklärt sie ihr großes Interesse an der Dermatologie: „Jeder vierte tierische Patient hat Hautprobleme.“
Sich mit einer Tierarztpraxis selbstständig zu machen sei immer ihr Wunsch gewesen, sagt die 44-Jährige. Diverse Immobilien habe sie sich angeschaut und sich schließlich für Bisingen entschieden, weil sie dort, an der Heidelbergstraße, „optimale Bedingungen“ vorgefunden habe. Beginnend (natürlich) bei den Räumlichkeiten über die vorhandenen Parkplätze bis hin zur Verkehrsanbindung über die B 27.
Auf gut 200 Quadratmetern bietet die Tierarztpraxis „Rema Vet“ hinterm Empfangsbereich zwei Behandlungsräume, Sozialräume, einen separaten Röntgenraum und ein Labor. Drei Fachkräfte hat Madita Recke bereits eingestellt – zur Behandlungsunterstützung, fürs Büro und für die Organisation. Eine vierte Kraft wird alsbald folgen. Und mittelfristig außerdem ein Tierarztkollege beziehungsweise eine -kollegin.
Aus Liebe und Respekt
Bei all den Leistungen, die die Praxis künftig anbietet, braucht es diesen Personalstamm gewiss. Die „richtige Adresse“ ist „Rema Vet“ beispielsweise für: Inhalationsnarkosen, notfallmäßige Blutuntersuchungen, für alle gängigen Weichteiloperationen, bildgebende Verfahren, für die Videoendoskopie oder Infusionstherapie (über einen Infusomat, zur bedarfsgerecht gesteuerten Verabreichung) und, und, und. Da dürfen sich die Tiere und ihre Besitzer gleichermaßen kompetent, gut und sicher aufgehoben fühlen.
Madita Recke, selbst Besitzerin zweier Pferde und zweier Katzen, freut sich auf Bisingen und ihre Patienten. Schon jetzt kommt sie jeden Morgen gerne in ihre Praxis: „Es ist alles so geworden, wie ich es mir gewünscht und vorgestellt habe.“
Ein Letztes noch: Warum hat sich die 44-Jährige für die Tiermedizin und nicht die Humanmedizin entschieden? Weil sie, aufgewachsen „auf dem Land“ und mit Tieren, Tiere „liebt und respektiert“.