Der nächste Spatenstich: Mit dem Breitbandausbau im Zollernalbkreis geht es voran. Foto: Horst Schweizer

Mit dem symbolischen Spatenstich ist am Freitag der Startschuss zum forcierten Breitbandausbau in Albstadt gefallen.

Großer Bahnhof im ehemaligen Steinbruch: Beim Spatenstich für die Digitalisierung Albstadts massiv unterversorgter Stadtgebiete waren zahlreiche Behörden und Institutionen vertreten.

 

Es war der Auftakt zu Tiefbauarbeiten, die bis Ende 2026 über die Bühne gehen und den Haushalten und Betrieben der sogenannten Weißen Flecken mit heutigen Geschwindigkeiten unter 30 Megabit pro Sekunde zu schnellem Internet im Gigabereich verhelfen sollen. Für etwa 250 Hausanschlüsse werden mehr als 20 Kilometer Trasse gebaut; von den Kosten trägt die Hälfte der Bund, 40 Prozent das Land, und den Rest finanziert die OEW Breitband GmbH – die Nutznießer selbst zahlen nichts.

Oberbürgermeister Roland Tralmer: „Industrie und Handwerk benötigen gute Infrastruktur“

Als „ganz wichtiges Projekt“ bezeichnete Oberbürgermeister Roland Tralmer im Beisein des Ersten Bürgermeisters Udo Hollauer den Bau des neuen Glasfasernetzes durch die OEW Breitband GmbH: Industrie und Handwerk benötigten eine gute Infrastruktur; auch und gerade im ländlichen Raum sei die gut ausgebaute Datenautobahn unverzichtbar. „Staus auf ihr sind mutmaßlich schlimmer als die auf der asphaltierten Autobahn.“

„Ich freue mich schon auf den roten Knopf“

Für Karl Wolf, den zuständigen Dezernenten im Landratsamt, war es nicht der erste, aber wohl auch nicht der letzte Spatenstich dieser Art. Gerade Flächenstädte mit vielen Stadtteilen könnten auf eine gute Breitbandversorgung unmöglich verzichten, stellte er fest; man wisse das seit langem. Schon seit 2008 werde geplant, doch hätten sich die Planvergaben infolge immer neuer Auflagen immer wieder verzögert, und daher komme es erst jetzt zum Spatenstich. „Ich freue mich heute schon auf den Tag, an dem ich den roten Knopf für hohe Internet-Geschwindigkeiten drücken darf“, so Wolf. Katharina Manthey, Referentin im Innenministerium Baden-Württemberg, wusste, dass der Breitbandausbau eine Herzensangelegenheit von Minister Thomas Strobel sei. Stefan Herzhauser von der OEW Breitband dankte dem OB „für das tolle Wetter“ und versprach hochprofessionelle Arbeit.

„Wir stehen in den Startlöchern“

Markus Schweizer von der Firma Leonhard Weiss dankte für den Zuschlag des Loses Albstadt – drei gibt es im Zollernalbkreis – und versicherte: „Unsere Kolonnen stehen in den Startlöchern, wir möchten einen positiven Beitrag zu dem Projekt leisten“. Projektleiterin Diana Löwer pflichtete ihm bei, und auch Matthias Pyka, Geschäftsführer der Firma zollernalb data, die nach den Tiefbauarbeiten die Glasfaser zu den Hausanschlüsse führen wird, freute sich auf eine gute Zusammenarbeit.