Florian Sonnenfroh (von links), Michael Zillgener, Markus Dreher, Karl-Josef Sprenger, Pouya Pishehgar und Rafi Arifi geben mit dem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Bau des Backbone-Netzes in Schömberg. Foto: Visel

Bürger, Firmen und Schulen in Schömberg und Schörzingen können wohl bald ein schnelles Internet nutzen. Am Donnerstag ist der Startschuss zum Bau des Backbone-Netzes in der Stadt gefallen.

Schömberg - Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, Stadtbaumeister Markus Dreher, Pouya Pishehgar von der Netze BW, Florian Sonnenfroh von der zollernalb data, Michael Zillgener vom Landratsamt und Rafi Arifi von der ausführenden Baufirma haben sich in der Bahnhofstraße getroffen, um mit einem symbolischen Spatenstich das Projekt zu starten.

Leitung aus zwei Richtungen

Sprenger zeigte sich froh darüber, dass nun der Breitbandausbau in der Stadt koordiniert in Angriff genommen werde. Das Backbone-Netz werde aus zwei Richtungen, nämlich aus Ratshausen und Zimmern unter der Burg nach Schömberg geführt.

Wichtig sei, dass mit der zollernalb data, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Balingen, eine Firma aus dem Kreis als Betreiber der späteren Breitbandnetzes gefunden worden sei.

Hohe Förderung

Der Breitbandausbau, von dem Bürger, Firmen und Schulen profitierten, werde von Bund und Land mit 90 Prozent der Kosten gefördert. Auch über den Bau des Backbone-Netzes hinaus sei ein schon weiterer Schritt getan; die OEW (Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke) sei für die Hausanschlüsse zuständig: "Das ist eine gute Perspektive."

Wichtig für ländlichen Raum

Ein schnelles Internet, so Sprenger, sei gerade für den ländlichen Raum elementar und ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Infrastruktur. Zu hoffen sei, dass die ambitionierte Maßnahme zügig voran komme.

Michael Zillgener erinnerte daran, dass auch die Komm.Pakt.Net mit Sitz in Ulm beim Projekt dabei sei. Daran beteiligt seien acht Landkreise, was große Synergieeffekte garantiere. So habe man große Auftragssummen am Markt generieren könne, was garantiere, dass "da auch jemand in der Fläche an den Start geht". Die großen Kommunikationsunternehmen, die selbst Breitbandnetze ausbauten, würden sich hingegen die Sahnehäubchen rauspicken.

Hausanschlüsse werden mitverlegt

In Schömberg ist mit dem Bau der 1,7 Kilometer langen Breitbandtrasse in der Kalenderwoche 25 begonnen worden. Insgesamt rechnet man mit einer Bauzeit von acht Wochen. In Schörzingen sollen ab der Kalenderwoche 37 die 2,2 Kilometer langen Leitungen innerhalb von fünf Wochen gelegt werden.

Die anliegenden Bürger können so ab Anfang 2023 das schnelle Internet nutzen. Hausanschlüsse würden auf beiden Seiten der Straßen, in den das Backbone verlaufe, auf Entscheidung der Stadt gleich mitverlegt. In Schömberg hätten sich schon acht von 31 möglichen Nutzern für einen Anschluss entschlossen.