Das erste Stück des Wegs, auf dem die Datenautobahn später durch das Glasbachtal verlaufen soll, ist bereits aufgegraben. Seit gut einer Woche laufen die Arbeiten zum Breitband-Ausbau im östlichen Teil des Tals. Bis etwa Juni oder Juli sollen die 65 Haushalte angeschlossen sein.
Königsfeld - Insgesamt rund sechs Kilometer ist die Strecke lang, auf der in den kommenden Wochen und Monaten die Glasfaserverbindung von Burgberg aus ins Glasbachtal geschaffen werden soll. Der zugehörige Technikstandort steht in Erdmannsweiler. 18 Kilometer Rohre und Verbände werden verlegt, in die dann ganze 48 Kilometer Glasfaserkabel eingezogen werden, informierte Heiko Zorn, technischer Projektleiter beim Zweckverband Breitbandversorgung, beim offiziellen Spatenstich für die Ausbaumaßnahme.
Rund 1,4 Millionen Euro an Netto-Kosten
65 der 83 angeschriebenen Grundstückseigentümer im östlichen Bereich des Glasbachtals haben sich für einen Glasfaseranschluss entschieden – einerseits eine gute Quote, findet Zorn. Andererseits machen abschnittsweise beengte Verhältnisse, zu beachtende Schutzgebiete, der Umstand, dass die Kabel teils auf Privatgrundstücken verlegt werden müssen, und dünne Besiedlung die Maßnahme zu einer Herausforderung. In Städten und Gemeinde schließe man teils mehr Haushalte in einer Straße mit einer Länge von rund einem Kilometer an, verdeutlichte Zorn im Zuge des Spatenstichs.
Insgesamt rechnet der Zweckverband mit Netto-Kosten von rund 1,4 Millionen Euro. Die Maßnahme wird von Bund und Land gefördert; voraussichtlich mit rund 75 Prozent der Kosten. Den Rest trägt die Gemeinde. Franz Römisch vom Bauunternehmen KTS, das die Arbeiten vor Ort übernimmt, rechnet damit, dass die Tiefbauarbeiten rund vier bis sechs Wochen dauern werden. Im Anschluss müssen die Kabel eingezogen werden, was in etwa gleich viel Zeit benötigen wird. Bis Juni oder Juli, so der Plan, sollen die 65 Haushalte, die einen Hausanschluss wünschen, mit schnellem Internet versorgt sein.
Info: Breitband-Ausbau im Kernort
Neben dem Glasfaserausbau im Glasbachtal nimmt der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar im Bereich der Gesamtgemeinde Königsfeld als nächstes den Kernort ins Visier. Wie Heiko Zorn, technischer Projektleiter beim Zweckverband, auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, befinde man sich bezüglich dieser Maßnahme aktuell noch in der Feinplanung. Erst wenn diese abgeschlossen ist, kann die Ausschreibung der Baumaßnahme mit anschließender Umsetzung erfolgen. Ein großes Fragezeichen ist dabei die Verfügbarkeit von Bauunternehmen. Deren Auftragsbücher seien derzeit voll, "überall gibt es Baustellen", meint Zorn. Er ist aber dennoch zuversichtlich, dass man auch für die Maßnahme im Kernort ein ausführendes Bauunternehmen finden wird.