Damit Gebäude im Außenbereich auch zu einem schnellen Internetanschluss kommen, wurde Glasfaserkabel beim Bau des Radwegs Schönbronn-Mariazell in die Trasse mitverlegt. Foto: Herzog

Beim Modellprojekt Gas und Glas haben in der Gemeinde Eschbronn bisher 579 Gebäude einen Anschluss erhalten. Noch in diesem Jahr wird hier das Glasfaserkabel bis ins Haus hinein verlegt.

Einen Sachstandsbericht sowie die Planungen zum weiteren Ausbau des Gas- und Breitbandnetzes legte Bürgermeister Franz Moser im Gemeinderat vor.

 

Das Projekt sei trotz Energiekrise und dem neuen Gebäudeenergiegesetz (im Sprachgebrauch Heizungsgesetz) fortgeführt worden. Aktuell fänden Erschließungsmaßnahmen in den Straßen am Berg und im Bühlweg in Locherhof statt, das Gewerbegebiet „Ob Heckenwald“ und der Kirchweg folge im Anschluss. Die Nachfrage nach Gas und Glas sei weiterhin sehr hoch, es würden Anschlussquoten von bis zu 100 Prozent erreicht.

In den vergangenen Jahren seien in der Gemeinde etliche Heizungsanlagen auf Erdgas umgestellt worden. Dies habe den Energieverbrauch reduziert und den CO²-Ausstoß deutlich gesenkt, berichtete der Bürgermeister. Die bislang an Glasfaser angeschlossenen Haushalte und Betriebe könnten Leistungen von 1000 Megabits pro Sekunde im Download und 200 Megabits pro Sekunde im Upload buchen.

Die Firma Weiss habe bisher im Auftrag der Telekom 542 fertig installierte und gemessene Hausanschlüsse gemeldet. Hinzu kämen 21 Anschlüsse in Neubaugebieten.

77 Prozent angeschlossen

„Diese Hausanschlüsse werden von 22 aufgestellten Netzverteilern über ein Glasfaserhauptkabel von der Vermittlungsstelle in Dunningen mit dem Signal der Telekom versorgt. Mit 15 Verteilern sind wir gestartet“, schilderte Moser.

Im Ergebnis seien bis jetzt circa 77 Prozent aller Wohn-, Betriebs- und öffentlicher Gebäude in der Gemeinde mit den erwähnten Internetgeschwindigkeiten ausgestattet. Der Anteil werde sich bis Ende des Jahres nochmals um rund fünf Prozent verbessern.

Die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen sei in Eschbronn im Bundes- und Landesvergleich extrem hoch. In Baden-Württemberg liege die Quote in diesem Jahr bei lediglich 23 Prozent. „Im Kreis Rottweil, der insgesamt als gut ausgebaut gilt, gibt es derzeit 1393 Gebäude, die mit einem Glasfaseranschluss bis ins Haus versorgt werden. Rund 40 Prozent davon liegen in unserer Gemeinde“, gab der Bürgermeister mit Genugtuung bekannt.

Nützlicher Radweg

Für das kommende Jahr stünden der Ausbau in Teilbereichen des Ziegelhütten-, Birken-, Tannen- und Dachsbühlwegs sowie im Staigerswiesen in Mariazell an.

Im Außenbereich gebe es 42 Adressen, die noch nicht ans Glasfasernetz angeschlossen seien. Mehrere davon könnten durch den Radwegbau über ein Erdkabel eine Glasfaserverbindung erhalten.

Für die Erschließung im Bereich Oberlocherhof seien bis zu den Zufahrten von der Kreisstraße ebenfalls Erdkabel verlegt worden. Die weitere Strecke werde durch Glasfaser-Freileitungen überbrückt.

Die verbleibenden Gebäude im Außenbereich erhielten ebenso Freileitungen, die Verlegung sei noch im laufenden Jahr vorgesehen. Nach Möglichkeit würden die vorhandenen Masten genutzt. In Teilen würden neue Masten auf freiem Gelände (nicht mehr durch den Wald) erforderlich sein, um die Streckenführung hinsichtlich der Sicherheit zu verbessern, informierte der Rathauschef.

Die Gemeinderäte nahmen den Sachstandsbericht zufrieden zur Kenntnis.