In der Steinhofener Straße wird ein Vollausbau nötig. Das kommt die Gemeinde Bisingen teuer. Foto: Sabine Hegele

Der Vollausbau muss sein, sagt die Gemeinde – weil die Straße in so einem schlechten Zustand ist.

Der Breitbandausbau ist (nicht nur) in Bisingen ein großes Thema. Auch der Kosten wegen. Erst recht dann, wenn zu den eigentlichen Ausgaben weitere, sehr beträchtliche, dazukommen.

 

Für die Steinhofener Straße in Bisingen ist das der Fall – weil für sie ein Vollausbau notwendig wird. Der mit dem Breitbandausbau korreliert.​

Abwasser, Kanal, uralte Kabel – die Steinhofener Straße ist in einem wirklich schlechten Zustand. Daran wird vom örtlichen Bauamt, in diesem Fall vertreten durch Alexander Strobel, kein Zweifel gelassen.​

Geplant mit Sondervermögen

Bürgermeister Roman Waizenegger spricht von einer Summe in der Größenordnung von 1,65 Millionen Euro und räumt ein: „Die hatten wir nicht auf dem Schirm.“ Und er erklärte in der jüngsten Sitzung des Bisinger Gemeinderats, hier mit dem Sondervermögen des Bundes (Infrastruktur und Klimaneutralität) planen zu wollen. Rund 6,1 Millionen Euro groß ist der Topf in Summe.​

Problematisch: Im Verbindungsbereich Steinhofener Straße/Floriansweg/Am Hölzle ist bisher „gar nichts ausgebaut“, weshalb im Rahmen der anstehenden Arbeiten auch dort ein „sauberer Ausbau“ geplant ist. Denn: „Wir brauchen den Ringschluss.“​

Anlieger und Wehr anhören

​Johannes Ertelt, CDU, weiß sehr wohl um die Notwendigkeit, allein: „Ich befürchte ein Verkehrschaos.“ Da widerspricht ihm die Verwaltung nicht: „Ja, das wird herausfordernd“, sagt Bürgermeister Waizenegger. Alexander Strobel ergänzt: „Wir werden mit den Anliegern und vor allem auch mit der Feuerwehr in den Austausch gehen.“​

Nochmal zurück zum Breitbandausbau. Für diesen hat der Bisinger Gemeinderat die Ingenieurleistungen zum Preis von knapp 71.000 Euro an das Ingenieurbüro Kreeb aus Reutlingen vergeben. ​

Dieser Betrag gliedert sich in zwei Teile: Für die Ingenieurbetreuung (in der zur Vergabe anstehenden Leistungsphase) im Rahmen der Breitbandverlegung fallen 46.500 Euro brutto an; für die technische Ausrüstung 24.200 Euro brutto.