Der letzte Spatenstich in Sachen Breitbandausbaus auf der Gemarkung Blumberg fand in Riedböhringen statt.
Dieser Bauabschnitt versorgt auch den letzten Teilort von Blumberg mit dem schnellen Internet – sprich Glasfaser. Kurzentschlossene können sich noch melden, wollen sie auch angeschlossen werden.
Dabei haben die Bauarbeiten für den kommunalen Glasfaserausbau bereits begonnen. Der Tiefbau startete im Bereich des Schulparkplatzes, wo auch der zentrale Technikstandort aufgestellt wird.
Von hier aus wird ganz Riedböhringen mit Glasfaser versorgt. Ausführende Firma ist die Firma KTS, die mit ihrem Angebot die Ausschreibung zu diesem Projekt für sich entscheiden konnte.
Bürgermeister Markus Keller begrüßte zum Spatenstich Ortsvorsteher Bodo Schreiber sowie Ortschaftsrat Manfred Hewer aus Riedböhringen. Zugegen waren auch Stadtbaumeister Uwe Veit sowie Josef Altmann von der Baufirma KTS, Gerd Scheuermann vom Planungsbüro SBK und Heiko Zorn, Projektleiter des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar.
204 lassen sich sofort anschließen
Insgesamt sind 327 Eigentümer aus Riedböhringen vom Zweckverband Breitbandversorgung angeschrieben worden. Davon haben sich 204 für einen sofortigen Glasfaseranschluss entschieden. 78 Grundstücke erhalten eine sogenannte Ablage. Dabei wird der Zugang etwa 50 Zentimeter weit auf das Grundstück verlegt, um bei einer späteren Herstellung eines Hausanschlusses nicht noch einmal den Gehweg, und damit öffentlichen Grund, öffnen zu müssen. Das hat den Vorteil, dass die Kosten erheblich gesenkt werden.
Insgesamt werden in Riedböhringen 20 Kilometer Graben ausgehoben, 21 Kilometer Leerrohre verlegt und zum Schluss rund 40 Kilometer Glasfaser eingebracht. Für die unterversorgten Adressen konnten bei Bund und Land Fördergelder akquiriert werden. Die Häuser, die an der Verbindungsstrecke für diese Gebiete liegen, haben ebenfalls die Möglichkeit, ans kommunale Glasfasernetz angebunden zu werden.
Keller freute sich darüber, dass nun die letzte Lücke auf der Gemarkung geschlossen wurde und Blumberg somit eine 100-prozentige Breitbandversorgung vorweisen kann.
Kosten durch Zuschüsse gesenkt
Mit den Fördergeldern aus den Töpfen von Bund und Land hätten die Kosten immens gesenkt werden können. Keller dachte dabei auch an die Grundschule in Riedböhringen, die heute, Freitag, ihren 60. Geburtstag feiert und ebenfalls vom Glasfasernetz profitiert. Auch in die Klassenzimmer hat nun die digitale Technik Einzug gehalten. Der Bürgermeister sprach von einem großen Standortvorteil, für die Industrie, und besserer Lebensqualität für Bürger.
Kabelmontage im Frühjahr 2026
Mit 10 000 Hektar Fläche und acht Teilorten gehört Blumberg jetzt zu den wenigen Gemeinden, in der alle Ortsteile mit Breitband versorgt sind. Laut Projektleiter Zorn soll der Tiefbau Ende des Jahres fertig sein. „Die Kabelmontage können wir dann im Frühjahr 2026 fertigstellen“, so Zorn.
Noch nicht bei allen Gemeinden sei es so, dass man eine Ablage des Anschlusses aufs Grundstück machen könne, erwähnte Zorn. Da komme die Stadt Blumberg den Bürgern entgegen. Auch Ortsvorsteher Bodo Schreiber profitiert als Anwohner vom Breitbandausbau und ist sehr froh, dass die Förderkulisse den Ausbau für die Bürger rentabel macht. Bei ihm kann sich melden, wer noch angeschlossen werden will.
Herausforderung
Biber
Ein zentrales Thema bei der Ersten Gmond war der Glasfaserausbau in Riedböhringen. Eine Herausforderung ist ein Biberbau an der südlichen Gemarkungsgrenze im Mühlegraben. Mit vier Metern Höhe könnte er bei Starkregen und Dammbruch bachabwärts liegende Gebäude gefährden. Hier ist jedoch eine schnelle Lösung nicht einfach, da der Biber geschützt ist.