Jenny Ringwald hat ein Jahr lang die Weinregion Breisgau repräsentiert. Am Freitag muss sie nun ihre Krone wieder abgeben. Foto: Nathalie Graf

Ein Jahr lang hat Jenny Ringwald aus dem Herbolzheimer Ortsteil Wagenstadt als Breisgauer Weinprinzessin die Region vertreten. Am Freitag muss sie nun die Krone an ihre Nachfolgerin weiterreichen.

Die Kaiserbergtour am 3. Oktober, den Pressetermin zum Start der „Erlebnisregion Europa-Park“ oder die Breisgau-Spritztour mit sechs Stationen von Lahr bis Rust: Das sind nur drei der vielen Termine, die Jenny Ringwald in ihrer Amtszeit als Breisgauer Weinprinzessin erlebt hat und bei denen sie das Weinland Breisgau repräsentiert hat. Gemeinsam mit unserer Redaktion hat die 22-Jährige auf diese ereignisreiche Zeit zurückgeblickt.

 

Frau Ringwald, schwingt etwas Wehmut mit, dass Sie Ihre Krone am Freitag wieder abgeben müssen?

Ja definitiv. Es war eine unglaublich schöne Zeit. Ich durfte viel erleben, neue Bekanntschaften machen und habe den Breisgau noch mal neu kennengelernt. Mir wird es definitiv fehlen.

Ist das Jahr als Breisgauer Weinprinzessin für Sie eher schnell oder eher langsam vergangen?

Mir wurde zwar am Anfang oft gesagt, dass es schnell rum gehen würde, aber dass es so schnell geht habe ich selbst nicht erwartet. Durch die vielen schönen Momente verging dieses Jahr wie im Flug.

Was hat Ihnen an Ihrem Amt am besten gefallen?

Am besten gefallen hat mir zum einen, dass man viel „rum kommt“ und viel sieht. Ich war auf vielen Festen, durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen, habe Weinkeller und die Arbeit der Winzer gesehen und konnte durch die vielen Gespräche einiges für mich mitnehmen. Zum anderen ist es einfach etwas ganz Besonderes, wenn man selbst oben auf der Bühne steht, bei der man sonst immer Zuschauer war, und zum Beispiel die Feste eröffnen darf.

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Ich finde es wirklich beeindruckend mit welchem Herzblut und Engagement unsere Winzer hinter ihren Produkten stehen. Bei wirklich jeder Veranstaltung und jedem Fest hat man gemerkt, wie viel Freude hineinfließt. Man vergisst vermutlich gerne mal, wie viel tatsächliche Arbeit und welches Know-how dahintersteckt, bis man die Traube tatsächlich im Glas genießen kann.

Gab es eine Veranstaltung, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Tatsächlich war das Überwältigendste für mich das Weinfest der Krönung selbst. Ich glaube, ich war noch nie so nervös. Es war ein unglaubliches Gefühl dann oben auf der Bühne zu stehen, die Krone auf dem Kopf zu haben und die aller erste Rede vor so vielen Menschen zu halten. Zu wissen, dass es jetzt tatsächlich so weit ist und ich mich das Jahr über Weinprinzessin nennen darf, war einfach ganz besonders.

Wie schwer war es, Ihr Amt als Weinprinzessin mit Ihrem Studium und auch mit Ihrer Freizeit zu vereinbaren?

Im Studium war ich dieses Jahr über in meinem Praxisjahr, das heißt, ich habe das Jahr über an verschiedenen Stellen gearbeitet. Da viele Termine am Wochenende waren, war das auch gut miteinander vereinbar. Ein paar Monate arbeitete ich in Wien, dort habe ich Termine online wahrnehmen können und beispielsweise eine Weinvorstellung als Videobotschaft aufgenommen. Man sieht also, das Amt wird auch immer moderner.

Glauben Sie, Ihre Amtszeit hat dabei geholfen, den Breisgauer Wein bekannter zu machen?

Ich denke schon, dass das Amt einer Weinprinzessin für die Weinbauregionen sehr fördernd ist. Man ist für das Amtsjahr die Vertreterin nach außen für seine Region und kann diese repräsentieren und weitertragen.

Haben Sie in Ihrer Amtszeit den Breisgauer Wein nochmals von einer neuen Seite kennengelernt?

Auf jeden Fall ja. Man bekommt viel mehr Einblicke in die Betriebe des Bereichs. Ich lernte auch neue Orte, Feste und Veranstaltungen kennen, an denen ich privat vielleicht nicht die Möglichkeit zur Teilnahme gehabt hätte.

Was wird Ihr letzter Termin als Weinprinzessin sein?

Der letzte offizielle Termin wird am Freitag auf dem Emmendinger Weinfest sein. Hier werde ich durch die Badischen Weinhoheiten abgekrönt und die neue Breisgauer Weinprinzessin wird gekrönt.

Sie dürfen den Namen natürlich nicht verraten – aber werden Sie ihre Nachfolgerin vorab kennenlernen oder wird es auch für Sie eine Überraschung sein?

Für mich wird es eine genau so große Überraschung am Freitag sein wie für alle anderen. Ich bin auch schon wirklich sehr gespannt, wer es sein wird.

Wie geht es nach der Amtsübergabe für Sie weiter?

Ich habe zeitgleich mit dem Ende meines Hoheitenjahres auch mein Praxisjahr meines Studiums beendet und habe nun noch ein Semester an der Hochschule in Kehl vor mir.

Würden Sie nochmals für das Amt als Breisgauer Weinprinzessin oder überhaupt als Weinhoheit kandidieren? Beziehungsweise können Sie es jungen Frauen empfehlen, sich dafür zu bewerben?

Ich kann es jeder jungen Frau nur empfehlen, zur Wahl zu einer Weinprinzessin zu kandidieren. Man hat die Ehre an zahlreichen Veranstaltungen und Festen dabei zu sein und macht stets neue Bekanntschaften. Dieses Jahr hat mir persönlich so viel gebracht an Erfahrungen und auch an persönlicher Entwicklung. Ich habe unglaublich viel für mich dazugelernt.