Die Wolterdinger Bregtal-Glonki präsentierten beim Theaterabend ein Stück im Stück und überzeugten mit ihrem tollen Rollenspiel.
Nachdem einige aktive Theaterspieler der Wolterdinger Laienspielgruppe im vergangenen Jahr aus diversen Gründen eine Pause einlegen mussten, konnte in diesem Jahr wieder in Bestbesetzung das Publikum unterhalten werden.
Es hieß nun endlich wieder: „Vorhang auf, die Bregtal-Glonki spielen Theater.“ Darauf hatten viele Fans des Wolterdinger Theaterabends wohl schon lange gewartet, denn die Halle war am Freitag überaus gut besetzt und für Samstag hieß es sogar „ausverkauft“.
Großer, fast drei Stunden andauernder Theaterspaß, bei dem die Akteure mit tollem Rollenspiel überzeugten, brachte die Laienspielgruppe auf die Bühne. Frontmann Bernhard Mößner hatte bis jetzt immer ein glückliches Händchen bei der Auswahl des Stückes. Zudem bescherte die Laienspielgruppe Zindelstein für eine kleine Weile einen Herzog. Der große Applaus war der schönste Lohn für die Schauspieler.
Es war wieder einmal ein Theater zum Genießen, das am Ende mit viel Beifall belohnt wurde. Diesen Erfolg haben sich die Beteiligten aber auch redlich verdient. Das Lustspiel in drei Akten von Regina Rösch „Onkel Herrmann und die Plunderhosen oder: Und wieder schweigen die Männer!“ bescherte den Besuchern eine Auszeit vom Alltag – und vor allem gab es viel zu lachen.
Turbulenter Streit um das Erbe von Onkel Herrmann
Der Inhalt war ein turbulenter Streit um das Erbe von Onkel Herrmann (Armin Maier). Die Ehefrauen der „Alleinerben“ (Silvia Bürer und Helga Zwick) und die Freiwillige Feuerwehr freuten sich schon auf den Geldsegen. Doch in den Genuss des Erbes kamen seine Neffen Klaus-Dieter Schmitt (Bernhard Mößner) und Benno (Matthias Günther) erst, nachdem sie den letzten Willen ihres Onkels erfüllt hatten.
Und dieser hatte es in sich. Bei der Beerdigung tauchte ein fremder Mann auf, der sich als Notar (Stefan Zwick) entpuppte. Der Notar hatte dann auch eine Videobotschaft des Verstorbenen im Gepäck. Seine Neffen erfuhren daraus seinen größten Wunsch. Er habe zum Jubiläum der Feuerwehr ein Theaterstück über den „Herzog von Zindelstein“ (Ingo Held) geschrieben, in dem die Neffen mitspielen sollten.
Gier nach dem Erbe zu groß
Diese aber hätten sich geweigert, weil sie in Plunderhosen und Strümpfen auftreten sollten und fürchteten, deshalb auf Lebzeiten eine Lachnummer zu werden. Sie weigerten sich immer noch, aber ihre geldgierigen Frauen zwangen sie, den Wunsch des Onkels zu erfüllen, da die Gier nach dem Erbe zu groß war.
Das Stück im Stück spielte im Mittelalter: Die Umgebung führte zu zahlreichen lustigen Szenen. Darüber amüsierte sich Onkel Herrmann noch nach seinem Tod und klärte auf: Er habe dieses Stück extra für seine Nachkommen schreiben lassen, um ihnen damit zu beweisen, dass sie für Geld alles machen.
So kam die Feuerwehr am Ende dann doch noch zu ihrer Spritze und die Neffen an ihr Erbe, das in Bilderrahmen versteckt wurde. Die Männer beschlossen zu schweigen – und Onkel Herrmann hatte auch nach seinem Ableben noch die Hosen an.
Die Theatermacher
Bregtal-Glonki
Die Schauspieler waren Bernhard Mößner, Silvia Bürer, Matthias Günter, Helga Zwick, Saskia Mößner, Ingo Held, Tina Reichmann, Susanne Kögler, Stefan Zwick, Armin Maier, Lars Held, Tom Dagne, Anna, Lena und Sonja Weniger sowie Apollonia Dagn. Als Souffleur wirkte Nils Held. Für die Maske waren Joanna Hofmeier und Tanja Dorer verantwortlich. Für das Bühnenbild sorgte Frank Kögler, den Ton verantworteten Harry Waschek, Heiko Bahls und Jonas Vogelbacher.