Streichener feiern an Pfingsten das Jubiläum der Dorfgemeinschaft. Foto: Breisinger

Die Streichener Dorfgemeinschaft hat an Pfingsten ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Balingens Oberbürgermeister Dirk Abel war vor Ort und fand lobende Wort für das Wirken des seit 1999 bestehenden Vereins.

Pfingsten steht in Streichen immer ganz im Zeichen des gemeinsamen Miteinanders sowie des Brauchtums.

 

Entweder am Pfingstmontag oder wie in diesem Jahr am Pfingstsonntag steht die Ortswanderung an, und am Pfingstmontag war die Dorfjugend mit ihrem traditionellen Pfingstbutz, der jedes Jahr durch den Ort getragen wird, unterwegs.

Mit Körben gingen die Jugendlichen aus dem Dorf von Haus zu Haus und baten um eine Spende. Schnell stand wohl fest, dass die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Streichener Dorfgemeinschaft auf dem Dorfplatz ebenfalls an den beiden Pfingstfeiertagen stattfinden.

OB Abel blickt auf die Geschichte des Vereins zurück

Während des Festakts im Rahmen dieses laut Balingens Oberbürgermeister Dirk Abel „herrlichen Jubiläumsfests“ am Sonntagnachmittag blickte dieser auf die Geschichte des Vereins zurück. „Schon seit 1980 trafen sich auf Initiative der Kirche diese mit den Streichener Vereinen regelmäßig zur Terminkoordination und zur Abstimmung. 1999 wurde die Streichener Dorfgemeinschaft zu einem eingetragenen Verein, um einen rechtlichen Rahmen für die gemeinschaftlichen Aktivitäten zu haben“, erläuterte Abel, der einen Scheck in Höhe von 125 Euro mit im Gepäck hatte.

„In all der Zeit hat die Streichener Dorfgemeinschaft stets Jung und Alt verbunden. Die uneigennützig zum Wohle des Vereins und der Bürger geleistete ehrenamtliche Arbeit hat meine Hochachtung und Anerkennung verdient“, adelte Abel die Mitglieder.

„Die über 300 Vereine in Balingen fördern wir jährlich mit mehr als 2 Millionen Euro, und der Gemeinderat ist stets gewillt, auf die Wünsche dieser einzugehen“, führte Abel fort. Seit Anbeginn bis Anfang dieses Jahres stand die Streichener Dorfgemeinschaft unter der Projektleitung von Heinz Jenter, der laut dessen Nachfolger Felix Schmid mit „ungebremstem Engagement und Leidenschaft viele tolle Projekte“ auf den Weg gebracht habe.

Schmid: Bei uns lebt die Gartenschau weiter

„Bei uns lebt die Gartenschau 2023 weiter, denn wir haben einen Bewirtungsstand und die Bücherei übernommen“, meinte Schmid. „Es ist und war stets unser Bestreben, Unterstützung zu bieten zur Gestaltung des Vereinslebens, Traditionen zu pflegen, Gutes zu bewahren und Neues zu schaffen“, erörtert Schmid die Intention der Dorfgemeinschaft.

„Für das gute Zusammenleben in der Gemeinschaft brauchen wir das Ehrenamt, die Zusammenarbeit mit der Stadt und den Vereinen war stets vorbildlich. Umfragen und Veranstaltungen im Rahmen des Integrativen Stadtentwicklungskonzept 2035 + haben gezeigt, dass sich gerade neu in Streichen ansässige Familien sehr gut bei uns aufgenommen fühlen und sich schnell integrieren“, sagte der zweite Vorsitzende der Stettener Dorfgemeinschaft Rüdiger Haasis.

„In all den Jahren haben wir viele Bewirtungen und Arbeitseinsätze gehabt, vieles in Eigenleistung wie die WC-Anlage oder den Jugendraum erschaffen, Brauchtum wie den Pfingstbutz, das ‚Christkindle‘ an Heilig Abend und die Sonnenwendfeier gepflegt und erhalten und viele Veranstaltungen wie die Umweltputzete, die Pfingstwanderung oder Geschichtsausstellungen organisiert“, gab Haasis einen Einblick in das Wirken der Streichener Dorfgemeinschaft.