Das Feuer auf dem Buttenberg and erstmals am Samstag und ohne Fackelzug statt.
Mit einem dreifachen „Kaffi-Waie, Waie-Kaffi“ brannten die Inzlinger ihr traditionelles „Fasnachtsfüür“ auf dem Buttenberg ab. Die Traditionsveranstaltung war erstmals auf einen Samstag verlegt worden. Auch sonst gab es einige Änderungen.
Nach Auskunft von Bürgermeister Marco Muchenberger wollte man mit der Verlegung des Feuers auf den Samstag vor allem den berufstätigen Bürgern entgegenkommen, aber auch den Kindern, die am Montag nach den Fasnachtsferien wieder die Schulbank drücken müssen. Dies bestätigten auch viele Familien, die am Samstag auf den Buttenberg pilgerten, um dort das Fasnachtsfeuer und das Scheibenschlagen mitzuerleben.
Ob durch diese zeitliche Verlegung der Veranstaltung mehr Menschen am Fasnachtsfeuer teilnahmen, bezweifelten aber einige Besucher. Andere wiederum sagten, dass die Gemeinden den neuen Termin nicht ausreichend kommuniziert habe. Sowohl in der „Oberbadischen“ als auch im Gemeindeblatt war dies allerdings angekündigt, so auch die Tatsache, dass es keinen Fackelzug mehr auf den Buttenberg gibt.
Sperrung zu aufwendig
Vielmehr trafen sich die Besucher direkt auf dem Buttenberg, wo auch der Musikverein musizierte, die Kinder eine kostenlose Bratwurst erhielten und auch zahlreiche Fackeln ausgegeben wurden.
Feuerwehrkommandant Frank Sütterlin und Bürgermeister Muchenberger bestätigten auf Nachfrage, dass der bisher üblicherweise veranstaltete Fackelzug einen enormen Aufwand im Hinblick auf die Sperrung von Straßen mit sich gebracht habe. Diesen Aufwand wollte man nicht mehr aufbringen, weil er in keiner Relation zum eigentlichen Zweck der Veranstaltung gestanden habe. Einige Mitglieder des Musikvereins meinten, dass dies auch für sie eine Erleichterung bedeutet, denn zu musizieren und gleichzeitig den steilen Weg hinauf auf den Buttenberg zu bewältigen, habe doch einiges abverlangt.
Rede von Harold Stern
Mit einer erstmaligen „Füürred“ überraschte das Fasnachtsurgestein Harold Stern die Besucher auf dem Buttenberg. Er rief den Menschen zu „Ihr liebe Lüt vom Waieland, ich grieß euch alli mitenand. Schön, dass ihr euch Zit g’no händ, mit uns zämme Abschied z’fiere, ohni viel Träne zue verliere. Vo de Fasnacht, wie mir’s chenne, die dien mir nämlich jetz verbrenne.“
Nach dem Kommando „Fackle in Huffe, ’s Füür azünde!“ erstrahlte der Buttenberg im Schein des Fasnachtsfeuers, während auch das Scheibenschlagen seinen Lauf nahm. Dieses war jedoch bis 23 Uhr begrenzt, eine Regelung, die es nach Auskunft der Feuerwehr in Inzlingen schon länger gibt. Als Hauptgrund werden versicherungsrechtliche Gründe genannt, denn weiter unten im Tal, auf der Neusetze und in der Sonnhalde, achtet schon immer die Feuerwehr darauf, dass die brennenden Scheiben keine Schäden anrichten. Dies sei hie und da schon einmal vorgekommen sei, wie Feuerwehrkommandant Sütterlin berichtete.