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Brandstiftung in VS Frauen-Duo zündet Mülleimer und Folie an

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Ein schwarzer Brandfleck ist noch an der Wand zu sehen. Foto: Huber

Rußflecken an der Fassade, ein schwarzer Fleck auf dem Asphalt, Einbruchsspuren an Türen: In der Nacht auf Montag wurden vor dem Mutpol-Gebäude in Villingen zwei Mülleimer in Brand gesetzt. Zwei 18-Jährige wurden bereits festgenommen.

Villingen-Schwenningen - Es ist ein Montag wie immer in der zugeparkten Herdstraße in Villingen, wenn nicht der schwarze Fleck an der Fassade des Hauses mit der Nummer 7 wäre und ein deformierter Behälter für den Biomüll an der Hauswand, an dem sich deutliche Sengspuren abzeichnen. "Zwei Mülleimer haben die angezündet", klärt der Hausmeister des Gebäudes auf, in dem die Einrichtung Mutpol eine Schule untergebracht hat. Der freundliche Mann im Blauen Anton zeigt auf die schwarze Masse auf dem Boden vor dem Haupteingang: "Das war der Eimer für Altpapier."

Persönliche Botschaft

Doch nicht nur hier sind eindeutige Brandspuren zu entdecken. Der Mann zeigt auf ein Kellerfenster, dessen Scheiben zerborsten sind und deutet auf Rußflecken im Treppenhaus des Gebäudes. "Schauen Sie, die wollten auch da durch", macht der Hausmeister auf markante Einbruchsspuren an einer Tür im Inneren des Hauses und am Hintereingang aufmerksam. Doch die beiden 18-Jährigen, die für die Brandstiftung verantwortlich sein sollen, haben noch eine sehr persönliche Botschaft auf einer der Türen hinterlassen: "Schönes Leben Fuck School", heißt es da in schwungvoller Schrift.

Ein paar Meter weiter nimmt der Montagvormittag wieder fast seinen gewohnten Lauf. Wären das nicht die Fragen, die sich zwei Pädagogen und ein Sozialarbeiter der Mutpol-Schule stellen. "Wer steckt hinter der Brandstiftung" und vor allem: "Gibt es einen ­Zusammenhang mit dem Brand in Bad Dürrheim?" Und damit zu der vermuteten Brandstiftung an der Grund- und Werkrealschule in der Kurstadt. Dort war vor wenigen Tagen erheblicher Sachschaden entstanden, noch gibt es auf die oder den Täter keine Hinweise.

Einer von uns? Niemals

Die Mutpol-Mitarbeiter möchten zwar nicht mit ihren Namen im Schwarzwälder Boten erscheinen, geben aber trotz eines turbulenten Wochenauftakts gerne kurz Auskunft und eine Einschätzung. Könnte es einer ihrer Schüler gewesen sein, der die beiden Mülleimer vor dem Haus in Brand gesetzt hat? Keiner der drei Männer in dem kleinen Büro im Kellergeschoss kann sich dies vorstellen. "Ich wüsste nicht, welcher Schüler so verärgert wäre, dass er das getan hätte", so der Tenor. Und auch kein "Ehemaliger komme in Frage. "Wir haben und hatten zu den Jugendlichen stets ein gutes Verhältnis." Wie zum Beweis wartet ein junger Mann an der Türe und wünscht dann freundlich einen schönen Tag. Zwölf Schüler besuchen die Schule der Mutpol-Einrichtung, die sich vor gut zwei Jahren hier in der Südstadt etabliert hat. Ziel von Mutpol ist es, Jugendliche, Kinder und Familien in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen.

Jörg Kluge, Pressesprecher im Polizeipräsidium Konstanz, erklärt auf Anfrage des Schwarzwälder Boten zum Stand der Ermittlungen: Die Polizei habe zwei 18-jährige Frauen festgenommen, die für die Brandstiftung verantwortlich sein sollen und damit für einen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro, bevor die Feuerwehr ihn löschen konnte. Doch nicht nur diese Brandstiftung soll auf das Konto des Frauen-Duos gehen. Nach Recherchen der Polizei haben die beiden einige Minuten später auch eine Baustellen-Folie im Kaiserring in Villingen in der gleichen Nacht in Brand gesetzt. Minuten später setzten die jungen Frauen in der Straße Kaiserring eine Folie an einer Baustelle in Brand, wobei sie sich selbst mit ihrem Handy filmten. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln gegen die Frauen wegen Brandstiftung.

Was sich nicht nicht nur Lehrer und Sozialpädagogen von Mutpol fragen, diese Frage kann auch Kluge zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. "Wir wissen noch nicht, ob es einen Zusammenhang mit dem Brand in Bad Dürrheim gibt." Aber, so Kluge am Montag, "wir ermitteln in alle Richtungen." Für Andreas Leute von der Villinger Feuerwehr, die mit zehn Leuten vor Ort war, war die Sache eher ein Klein-Alarm. Containerbrände kommen immer wieder in VS vor, oft fahrlässig, aufgrund von nicht richtig ausgedrückten Zigarettenkippen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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