Die Geislinger Feuerwehr hat den frühzeitig bemerkten Brand an der Lagerhalle rasch gelöscht. Foto: Schmid

Erneut hat in der Nacht auf Dienstag in Geislingen ein Brandstifter Feuer gelegt. Der Mann sitzt nun in Haft.

Im Morgengrauen stand die Polizei vor der Haustüre: Wenige Stunden nach der jüngsten Brandstiftung auf Geislinger Stadtgebiet haben die Beamten einen 28-jährigen Mann vorläufig festgenommen. Er wird verdächtigt, seit 6. Juni insgesamt fünf Mal in Serie Feuer an Gebäuden gelegt zu haben.

 

Wie von der Staatsanwaltschaft Hechingen beantragt wurde der 28-Jährige innerhalb eines Tages einer Haftrichterin vorgeführt: Am Dienstagmittag erließ diese den beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug.

Damit sitzt der junge Mann jetzt in Untersuchungshaft.

Laut Polizei war der 28-jährige Tatverdächtige den Ermittlern im Lauf der Brandserie bereits zuvor aufgefallen. Noch in der Nacht auf Dienstag habe sich der Verdacht gegen ihn als möglichen Täter erhärtet.

Wenige Stunden nach dem jüngsten Vorfall wurde er in seiner Wohnung vorläufig festgenommen. Diese wurde von den Beamten durchsucht, die dort „tatrelevantes Beweismaterial“ fanden und beschlagnahmten.

Am 5. Juli hat der Brandstifter Feuer an den Paletten mit Baumaterial neben der Halle gelegt. Foto: Beate Marschal

In der Nacht auf Dienstag, um 0.50 Uhr, hatte der Besitzer einer landwirtschaftlichen Lagerhalle im Gewann „Auen“ Flammen gesehen. Er hatte dort eine Videoüberwachungsanlage installiert.

Paletten mit Baumaterial neben demselben Gebäude waren bereits am 5. Juli Ziel des Brandstifters gewesen. Nun schlug vermutlich derselbe Täter ein zweites Mal dort zu.

Am 20. Juni ist diese Halle unweit der Isinger Straße nach Brandstiftung komplett ausgebrannt. Foto: Wolf-Ulrich Schnurr

Am 20. Juni war eine andere Halle, nur wenige 100 Meter entfernt, nach der Brandstiftung komplett ausgebrannt. Diesmal entdeckte der wachsame Besitzer die Flammen an seiner Immobilie frühzeitig.

Polizei und Feuerwehr waren rasch vor Ort. Rund 60 Feuerwehrleute um Kommandant Marc Brobeil löschten den Brandherd an der Holzfassade der Halle routiniert. Trotzdem entstand durch das Feuer ein Schaden in vierstelligen Euro-Höhe.

Polizeihubschrauber unterstützt Einsatzkräfte

Wie bereits bei vorherigen Bränden in Auen und im Ried war auch am frühen Dienstagmorgen ein Polizeihubschrauber aus Göppingen im Einsatz. Dieser kann nicht nur aus der Luft für Übersicht sorgen, sondern auch die Einsatzkräfte am Boden unterstützen: Die Streifenbeamten können sich auf die Fahndung und Sicherung von Hinweisen konzentrieren.