In Schömberg und Bad Liebenzell hat es in den vergangenen Jahren öfter gebrannt. Was hat die Polizei bisher zu den Ursachen herausgefunden?
Wenn es brennt, ist die Feuerwehr schnell vor Ort. Die Feuerwehren aus Schömberg und Bad Liebenzell stellten das in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis.
Ist das Feuer gelöscht, versucht die Polizei herauszufinden, was die Ursache für den Brand war.
Unsere Redaktion hat nachgefragt, was die Ermittler zu den Bränden in der Region wissen.
Lost Place Charlottenhöhe
Im Oktober des vergangenen Jahres stand die Charlottenhöhe in Flammen. Es bestand sogar die Gefahr eines möglichen Waldbrandes. Die Feuerwehr konnte das verhindern. 107 Einsatzkräfte waren mit 22 Fahrzeugen, darunter zwei Drehleitern, vor Ort. Ausgebrochen war das Feuer im vierten Obergeschoss. Die Polizei erklärte damals, dass es keine konkreten Hinweise auf Brandstiftung gab.
Silberdistel in Monakam
Die Silberdistel in Monakam steht sei vielen Jahren leer. Um die Zukunft des Geländes gibt es zwischen dem Eigentümer und der Stadt unterschiedliche Meinungen. Die Immexa AG will ein Hotel bauen, die Stadt hätte gerne Wohnbebauung. Im Mai brannte es nun in dem heruntergekommenen Gebäude. 70 Feuerwehrleute konnten den Brand bekämpfen. Auch hier war eine Drehleiter im Einsatz, dazu das Teleskopmast-Fahrzeug aus Althengstett.
Der Grund für den Brand war ein Mysterium. Denn das alte Gebäude hängt nicht mehr am Stromnetz. Die Ermittlungen zur Brandursache befänden sich aktuell noch „in Bearbeitung“, so Pressesprecherin Jäck. „Ich bitte um Ihr Verständnis, dass zu laufenden Verfahren keine detaillierte Auskunft gegeben werden kann“, antwortet sie.Brand in Bieselsberg
Im März brannte eine Doppelhaushälfte in Bieselsberg. Auch hier war die Feuerwehr mit 13 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften schnell vor Ort. Mehrere Schildkröten konnten gerettet werden. Für eine Katze kam jede Hilfe zu spät. Menschen waren zum Zeitpunkt des Brandes glücklicherweise nicht im Gebäude. 300 000 Euro an Schaden waren entstanden. Kurz nach dem Brand vermutete die Polizei einen technischen Defekt als dessen Ursache.
Zwischenzeitlich verfolgten die Ermittler wohl eine andere Spur. „Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich ein Anfangsverdacht gegen eine Person, der sich nicht erhärtet hat“, so Jäck. Das Verfahren gegen Unbekannt sei bereits an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden.Feuer in Hütte am Aussichtsturm
Mitte Juli stieg in der Nähe des Aussichtsturms schwarzer Rauch auf.
Eine private Waldhütte stand in Flammen. Die Löscharbeiten waren schwierig, weil das Wasser aus weiter Entfernung herbeigepumpt werden musste.
60 Schläuche mit einer Gesamtlänge von 1000 Metern wurden verlegt. In der Hütte befanden sich zudem drei Gasflaschen, die aber nicht explodierten.
60 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen waren im Einsatz. Kurz nach dem Brand schloss die Polizei Brandstiftung nicht aus. Der Verdacht bestehe weiterhin, so Jäck. Aber auch hier gab sie mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren keine detaillierten Auskünfte.