Die Feuerwehr in Möttlingen soll einen Mannschaftstransportwagen bekommen. Foto: Albert M. Kraushaar

Die Freiwillige Feuerwehr braucht für die teilweise Jahrzehnte alten Fahrzeuge Ersatz. Gemäß dem vom Gemeinderat beschlossenen Fahrzeugkonzept stehen in den kommenden Jahren einige Anschaffungen an. Und die kosten Geld.

Der stellvertretende Kommandant Jens Schlotz stellte jüngst im Gemeinderat vor, wie die Freiwillige Feuerwehr bei der Umsetzung des neuen Fahrzeugkonzepts vorankommt. Ende des ersten Quartals 2025 sollen zwei neue Mannschaftstransportwagen an die Feuerwehren in Möttlingen und Maisenbach-Zainen ausgeliefert werden. Diese kosten 161 000 Euro, so Schlotz. Doch es gebe eine Förderung in Höhe von 36 000 Euro.

 

Höhere Kosten

Im Januar solle die Ausschreibung für die Beschaffung eines mittleren Löschfahrzeugs starten, so der stellvertretende Kommandant. Dann wisse man, was dieses genau kosten werde. Aktuell erwarte er einen Preis von etwa 380 000 Euro. Das seien etwa 80 000 Euro mehr, als man bei der Erstellung des Fahrzeugkonzepts geschätzt habe. Immerhin bekomme die Stadt bei der Beschaffung einen Zuschuss in Höhe von 68 000 Euro.

Aktuell erarbeite man zudem das Leistungsverzeichnis für eine weitere Ausschreibung, so Schlotz. Die Feuerwehr in Maisenbach-Zainen soll ein Löschgruppenfahrzeug bekommen. Angebote würden wohl Mitte 2025 eingeholt. Aktuell rechne er mit Kosten in Höhe von 570 000 Euro. Doch sicher sei das nicht. Der Preis könne auch noch steigen. „Das ist ein Blick in die Glaskugel“, so Schlotz. Aber es stünden 96 000 Euro an Förderung in Aussicht - und eventuell zusätzliche Mittel aus dem Ausgleichsstock. Den Zuschussantrag für einen Gerätewagen Logistik möchte die Feuerwehr ebenfalls nächstes Jahr stellen.

Pflichtaufgabe der Kommune

Auf die Stadt kommen also erhebliche Ausgaben zu, die angesichts der Haushaltslage nicht einfach zu stemmen sind. Aber: Die Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Kommune. Das heißt, die Feuerwehr muss ihre Ausrüstung bekommen, um die Bevölkerung schützen zu können.

Bürgermeisterstellvertreter Sebastian Kopp (UL) lobte, dass die Feuerwehr durch das Fahrzeugkonzept „betriebswirtschaftlich“ denke und nicht nur fordere. Zudem lobte er die „top motivierte und ausgebildete Truppe“.