Die Brandruine an der B 33 in St. Georgen erinnert an das Feuer Ende Juli. Giovanni Carvelli, der Eigentümer des abgebrannten Hauses, möchte das Gebäude abreißen lassen, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Der Abriss sei im Januar geplant.
St. Georgen - Die dramatischen Erlebnisse vom Brand am 28. Juli beschäftigen die Familie immer noch. "Wenn irgendwo ein Martinshorn zu hören ist oder sie die Feuerwehr fahren sehen, erschrecken die Kinder", beschreibt Carvelli (59 Jahre) die Reaktion seiner Enkel. Sie hatten den Ausbruch des Feuers mitbekommen und den Verlust ihrer bisherigen Wohnstätte. Glücklicherweise fanden alle in einem Nachbargebäude Unterkunft. Es handelt sich um zwölf Personen, Carvelli und seine Frau, deren Tochter und der Sohn mit Ehefrau, außerdem insgesamt sieben Enkel. Carvelli ist dankbar, dass das mit der Unterkunft in unmittelbarer Nähe geklappt hat. Allerdings sei die Wohnsituation etwas beengt. Insofern sei er auch froh, wenn sie auf dem Grundstück, auf dem es gebrannt habe, ein neues Haus bauen und dann wieder dort wohnen könnten.
Die räumliche Nähe der jetzigen Wohnung lässt ihn jeden Tag die Brandruine sehen und ruft Erlebnisse wach. Wobei es nicht nur leidvolle Erinnerungen sind. Carvelli empfindet große Dankbarkeit für die Hilfsbereitschaft der St. Georgener, die mit Sach-, aber auch mit Geldspenden in der Notsituation geholfen hätten. Immer noch werde er gefragt, ob die Familie etwas brauchen könne. Auf Initiative der Stadt bestand über mehrere Wochen ein Spendenkonto. Das Geld sei mittlerweile an die Betroffenen ausbezahlt worden, bestätigt Carvelli mit einem Dank an die Spender und die Stadtverwaltung. Lob hat er auch für Bürgermeister Michael Rieger, der ihm Hilfe angeboten habe.
Für Neubau werden rund zwei Jahre Bauzeit veranschlagt
Der genaue Tag für den Abriss der Brandruine stehe zwar noch nicht fest. Aber nach einem Gespräch mit der Versicherung am Donnerstag sei der Abriss für Januar anvisiert. Mit dem Neubau könne voraussichtlich im Frühjahr begonnen werden. Seine Versicherung gehe von einer zweijährigen Bauzeit aus, eventuell könnte es auch etwas länger dauern. Baumaterial sei derzeit schwer zu bekommen, auch die Handwerkerfirmen müssten entsprechend Zeit haben. Es sei noch unklar, wie genau das neue Gebäude aussehen wird. Aber es solle Platz für ihn und seine Familienangehörigen bieten. Die zwei vormals im abgebrannten Haus wohnhaften Mieter hätten anderswo Wohnungen gefunden.
Katze verstorben
Personen seien glücklicherweise damals keine ernsthaft zu Schaden gekommen. Die Brandverletzungen seines Sohnes seien geheilt. Lediglich eine Katze sei offensichtlich am Rauch des Feuers verendet, bedauert Carvelli. Das tote Tier sei im Gebäude gefunden und auf dem Grundstück begraben worden.
Unkompliziert laufe die Abwicklung über die Versicherung, freut sich Carvelli. Als Ursache für den Brand wurde von einem Sachverständigen ein technischer Defekt an einem Kühlschrank ausgemacht, der auf einem der Balkone stand. Von dort hatte sich der Brand schnell aufs ganze Haus ausgeweitet. Damals sorgte der Brand, direkt an der Bundesstraße, für großes Aufsehen.