Von dem ausgebrannten Wohnhaus an der Bundesstraße 33 ist mittlerweile nichts mehr übrig. In den vergangenen Wochen wurde hier Platz für den geplanten Neubau gemacht. Foto: Moser

Mehr als ein halbes Jahr erinnerte die Brandruine an der Bundesstraße 33 an das Feuer, das hier Ende Juli 2022 gewütet hatte. Doch das hat nun ein Ende: Auf dem Grundstück bricht eine neue Ära an.

Gut sieben Monate ist es her, dass ein Mehrfamilienhaus an der Bundesstraße 33 in St. Georgen in Flammen aufging. 14 Menschen, darunter mehrere Kinder, verloren damals auf einen Schlag ihr Dach über dem Kopf und ihr gesamtes Hab und Gut. Nun bricht auf dem Grundstück eine neue Ära an – und die hat mit dem Abriss der unansehnlichen Brandruine begonnen, die bis vor rund zwei Wochen noch auf dem Grundstück stand. Mittlerweile ist sie nahezu gänzlich verschwunden.

 

„Ein bisschen tut es immer noch weh“, sagt Giovanni Carvelli, der Eigentümer des abgebrannten Wohnhauses, im Gespräch mit unserer Redaktion über den Abriss des Gebäudes – auch wenn bereits kurz nach dem Brand klar war, dass das komplett ausgebrannte Mehrfamilienhaus in seinem Zustand keinem mehr als Wohnort dienen kann.

Brandruine weckte immer wieder Erinnerungen

Ein bisschen ist Carvelli, der mit seiner Familie in der unmittelbaren Nachbarschaft des ausgebrannten Hauses untergekommen ist, auch froh und erleichtert, dass die Brandruine nun endlich dem Erdboden gleich gemacht worden ist. „Meine Enkelkinder haben, wenn sie das Haus gesehen haben, immer wieder an den Brand zurückdenken müssen“, sagt Carvelli. „Deshalb ist es gut, dass es jetzt nicht mehr da ist.“

Neubau soll auf dem Grundstück entstehen

An der Stelle, an der die Brandruine ehemals stand, soll in den kommenden Monaten etwas Neues entstehen: ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten. Wie schon das abgebrannte Haus, das vier Wohnungen beheimatete, wird auch der geplante Neubau zum Großteil aus Holz bestehen. In seiner Januar-Sitzung hatte der Technische Ausschuss der Stadt St. Georgen bereits sein Einvernehmen zu dem Bauvorhaben gegeben.

Ein Foto vom 28. Juli: Lichterloh stand das Wohnhaus an der Bundesstraße in Flammen. (Archivfoto) Foto: Reutter

Nun sind mit dem Abriss zumindest schon einmal die Voraussetzungen für den Neubau an der Bundesstraße geschaffen. Bis es an die Umsetzung gehen kann, könnte es aber noch etwas dauern. Wann genau es losgehen könne, sei noch nicht ganz geklärt, sagt Carvelli. Er freut sich aber schon darauf, wenn es an die Umsetzung der Pläne gehen kann.

Technischer Defekt sorgt für hohen Schaden

Für Carvelli und seine Familie ist der Abriss des Gebäudes nach schwierigen Monaten ein positives Signal. Am 28. Juli hatte das Haus an der B 33 Feuer gefangen und hatte schnell in Vollbrand gestanden. Die Polizei stellte später einen technischen Defekt fest, der dazu führte, dass ein Gefrierschrank in Brand geraten war.

Alle zum Zeitpunkt des Feuers anwesenden Bewohner waren ohne größere Verletzungen davongekommen, das Gebäude wurde allerdings vollkommen zerstört. Die Polizei gab den Schaden zunächst mit 200 000 Euro an, korrigierte ihn dann aber schnell auf 400 000 Euro nach oben. Die Familie von Giovanni Carvelli wiederum erfuhr nach den Verlust ihres Hauses und der Mehrzahl ihrer Eigentümer eine Welle der Hilfsbereitschaft.